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Radio © Fod Tzellos @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

"Obama ins Weiße Haus schicken"

1Live entschuldigt sich für Reporterspruch nach Toilettengang

"Komme gerade von Toilette, habe noch einen Obama ins Weiße Haus geschickt." Mit diesem Spruch löste ein 1Live-Reporter für Entrüstung. Jetzt hat sich er WDR-Radiosender entschuldigt.

Donnerstag, 17.11.2016, 14:07 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 20.11.2016, 21:16 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der WDR-Radiosender 1Live hat sich für einen Spruch seines Moderators Benni Bauerdick entschuldigt. Hörer hatten sich beschwert, Bauerdick habe US-Präsident Barack Obama rassistisch beleidigt. „Komme gerade von Toilette, habe noch einen Obama ins Weiße Haus geschickt“, sagte der Moderator den Beschwerden zufolge in seiner Live-Sendung am Mittwochabend.

„Wir entschuldigen uns für diesen Ausrutscher und distanzieren uns von jedem Rassismus. Auch der Moderator hat seine Worte gerade im Radio zurückgenommen“, erklärte 1Live auf Facebook. Hörer-Kommentare in sozialen Netzwerken kritisierten die Wortwahl des Moderators heftig. „Sorry, aber purer Rassismus on air? Was ist da bei euch schiefgelaufen? Böse Entgleisung“, schrieb ein Hörer auf Facebook.

Der Spruch „war ja wohl allerunterste Schublade. Welchen Niveaus bedient ihr euch heutzutage?“, kritisierte ein anderer Nutzer. Ein weiterer Hörer twitterte, in Zeiten von AfD und Trump sei es nicht angebracht, einen „Farbigen als Synonym für Scheisse zu bezeichnen“. (epd/mig)

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  1. Magistrat sagt:

    Was heisst hier „in Zeiten von AfD und Trump ist das nicht angebracht“ ??! So eine eckelhaft entmenschlichende Sprache ist NIE angebracht, auch in sonstigen Zeiten nicht!
    Rassismus wird immer salonfähiger, vom „dreckigen Griechen“ (Ramsauer lt Opfer) , dem „ministrierenden Senegalesen“, den man nie loswird (Scheuer) zum fernöstlichen“Schlitzauge“ (EU-Kommissar Öttinger) über den saufenden Afrikaner (so Entwicklungsminister Müller), scheint sich auch die verantwortliche Klasse im noch aufgeklärten Europa verbal immer mehr in den tiefsten Imperialismus zu bewegen. Wie die Politiker vorangehen, so efft es der tumbe Michl nach.