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Das Meer © Dom Crossley @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

UNHCR

Deutlich weniger Flüchtlinge überqueren das Mittelmeer

In diesem Jahr sind mehr als 3.200 Menschen bei der Überfahrt im Mittelmeer ums Leben gekommen oder werden vermisst. Insgesamt verzeichnet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR einen deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen.

Mittwoch, 21.09.2016, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 21.09.2016, 18:46 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Etwa 300.000 Menschen haben Europa in diesem Jahr über das Mittelmeer erreicht. Dies seien deutlich weniger als in den ersten neun Monaten 2015, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit. Von Januar bis September 2015 hätten 520.000 Flüchtlinge die gefährliche Überquerung geschafft. UN-Experten erklärten den Rückgang vor allem mit der Schließung der sogenannten Balkanroute und dem Abkommen der EU mit der Türkei über die Rückführung von Flüchtlingen.

Aus diesem Grund sei der Rückgang vor allem in Griechenland zu verzeichnen, wo seit Januar 2016 knapp 166.000 Flüchtlinge und Migranten an Land gingen. In den ersten neun Monaten 2015 seien es 385.000 gewesen. Griechenland gilt als Ausgangspunkt der Balkanroute. In Italien hingegen sind demnach in diesem Jahr nur geringfügig weniger Geflohene über das Mittelmeer angekommen: etwa 130.000 in diesem Jahr, 132.000 im Vergleichszeitraum 2015.

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Über 3.200 Menschen ums Leben gekommen

Mindestens 3.211 Menschen sind nach UN-Angaben in diesem Jahr bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder werden vermisst. Im gesamten vergangenen Jahr waren es mindestens 3.771 Tote und Vermisste. Die Flüchtlinge versuchen das Mittelmeer in ungeeigneten, maroden und komplett überfüllten Booten zu überqueren. Viele von ihnen können nicht schwimmen.

In Griechenland kommen laut UNHCR vorwiegend Menschen aus den Konfliktländern Syrien, Afghanistan und Irak an. Hingegen stammen fast alle Menschen, die in Italien an Land gehen, aus afrikanischen Staaten wie Nigeria, Eritrea, Gambia oder dem Sudan. (epd/mig)

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