Kinder, Jugendliche, Spielen, Silhouette, Schatten
Spielende Kinder © broma auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Weltkindertag

Mehrheit fordert gleiche Rechte für Flüchtlingskinder

Einer aktuellen Umfrage zufolge ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen für eine Gleichstellung der rechtlichen Lage von Flüchtlingskindern. Mehr als jeder Zweite kann sich sogar ein Engagement für die Kinder vorstellen. Der Deutsche Kinderhilfswerk sieht einen Handlungsauftrag für Bund und Länder.

Dienstag, 20.09.2016, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 21.09.2016, 18:46 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Mehrheit der Deutschen fordert eine bessere rechtliche Lage von Flüchtlingskindern. Wie aus einer Befragung von infratest dimap im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks hervorgeht, sind 69 Prozent der Ansicht, alle in Deutschland lebenden Kinder sollten die gleichen Rechte haben. Demgegenüber vertraten 28 Prozent der Befragten die Meinung, dass jungen Flüchtlingen nicht sofort die gleichen Möglichkeiten geboten werden könnten.

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) könne sich zudem vorstellen, sich persönlich für Flüchtlingskinder zu engagieren, wenn ihnen damit das Leben erleichtert werden könnte – beispielsweise in Form einer Patenschaft oder durch ehrenamtliche Hilfe. Vier Prozent der Befragten gaben an, sich bereits für Flüchtlingskinder einzusetzen.

Deutlicher Handlungsauftrag

Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger, wertete die Ergebnisse als einen deutlichen Handlungsauftrag für Bund und Länder, Diskriminierungen gegenüber jungen Migranten abzubauen und „ihnen von Anfang an eine Zukunftsperspektive zu geben“. Die Asylgesetze widersprächen an vielen Stellen der UN-Kinderrechtskonvention und grenzten junge Flüchtlinge systematisch aus.

Gleichzeitig mahnte Krüger, den sozialen Zusammenhalt in Deutschland zu bewahren. Eine überdurchschnittliche Bereitschaft zur Unterstützung von Flüchtlingskindern komme vorwiegend aus höheren Einkommensgruppen und Bildungsmilieus, erklärte er. Für die repräsentative Befragung wurden deutschlandweit 1.008 Wahlberechtigte ab 18 Jahren telefonisch befragt. Anlass ist der heutige Weltkindertag. (epd/mig)

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