Bautzen
Anklage gegen drei Männer nach Brandanschlag auf Asylheim
Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft hat die Staatsanwaltschaft Dresden nun Anklage gegen drei Männer erhoben. Sie sollen Polizisten während der Löscharbeiten behindert haben. Konkret geht es um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Montag, 11.04.2016, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 11.04.2016, 17:31 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat nach dem Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Bautzen erste Anklagen erhoben. Die Anklage beim Amtsgericht Bautzen richtet sich gegen drei junge Männer. Medienberichten zufolge wirft ihnen die Staatsanwaltschaft Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Sie sollen Polizisten während der Löscharbeiten behindert haben. Der Vorfall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.
Derzeit laufe das Eröffnungsverfahren, hieß es. Das bedeute, die Tatverdächtigen könnten sich zu den Vorwürfen äußern. Danach entscheidet das Amtsgericht, ob sich die Angeklagten vor Gericht verantworten müssen. Wenn die jungen Männer aus Bautzen und Umgebung keine Wiederholungstäter sind, werden solche Straftaten meist mit einer Geldstrafe geahndet.
Während des Brandes in der Nacht zum 21. Februar in dem als Asylbewerberheim vorgesehenen Areal hatten teils betrunkene Schaulustige ihre Freude über das Feuer zum Ausdruck gebracht und versucht, die Löscharbeiten zu behindern. Das für extremistische Straftaten in Sachsen zuständige Operative Abwehrzentrum in Leipzig hatte die Ermittlungen aufgenommen. Die Kriminalisten gehen von Brandstiftung aus. Sie fanden Spuren von Brandbeschleuniger im Gebäude. (epd/mig)
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