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Jede dritte Stelle wird über persönliche Kontakte besetzt

Jede dritte Stelle wird in Deutschland über persönliche Kontakte besetzt. Das Nachsehen haben häufig Menschen, die auf kein soziales Netzwerk zurückgreifen können. Allen voran sind das Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Donnerstag, 25.02.2016, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 06.03.2016, 22:25 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Fast jede dritte Stelle wird hierzulande über persönliche Kontakte besetzt. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 14 Prozent der Neueinstellungen zusammen.

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Ebenfalls 14 Prozent der Neueinstellungen kommen nach Aktivitäten der Bundesagentur für Arbeit einschließlich ihrer Internetangebote zustande, wie aus der Erhebung weiter hervorgeht. Zwölf Prozent der Jobs werden über andere Internet-Jobbörsen besetzt, elf Prozent über Stellenangebote auf den eigenen Internetseiten der Firmen. In nur zehn Prozent der Fälle führen Initiativbewerbungen zum Ziel, wie es hieß.

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Das Nachsehen haben Experten zufolge häufig Menschen mit geringen oder kaum vorhandenen Netzwerken, die sie unterstützen können. Das seien häufig Menschen mit Migrationshintergrund. Während Migranten, die bereits länger in Deutschland leben, es vergleichsweise einfacher hätten und zumindest über vereinzelte Kontakte verfügten, müssten Neueinwanderer häufig ohne Unterstützung auskommen.

Akademiker haben es vergleichsweise einfacher. Sie werden – ungeachtet einer etwaigen Einwanderungsgeschichte – am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt. Bei ihnen stehen die persönlichen Kontakte erst an zweiter Stelle. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation sind persönliche Kontakte und die klassischen Stellenanzeigen in Zeitungen die dominierenden Besetzungswege.

Das IAB gehört zur Bundesagentur für Arbeit und untersucht viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Jobs, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2015 wurden Antworten von 13.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet. (epd/mig)

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