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Universität © ninastoessinger auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Offener Hörsaal

Flüchtlinge können in Bochum als Gasthörer studieren

Die Ruhr-Universität Bochum öffnet ihre Türen: Ab dem Wintersemester können Asylbewerber mit entsprechenden fachlichen Vorkenntnissen als Gasthörer ein Probesemester absolvieren. Die Uni leistet damit ihren Beitrag zum Bildungspaket für Flüchtlinge der Landesregierung.

Freitag, 31.07.2015, 8:25 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 05.08.2015, 17:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Ruhr-Universität Bochum öffnet ihre Hörsäle für Flüchtlinge. Asylbewerber können sich vom kommenden Wintersemester an kostenlos weiterbilden und als Gasthörer Lehrveranstaltungen besuchen, wie die Hochschule auf ihrer Internetseite ankündigte. Voraussetzung ist, dass sie im Heimatland bereits ein Studium begonnen oder absolviert haben.

Interessenten können sich nach einer Beratung und der Zustimmung des Lehrpersonals zunächst für ein Semester als Gasthörer einschreiben. Für das Mitte Oktober beginnende Wintersemester plant die Ruhr-Universität – mit über 40.000 Studenten eine der größten Hochschulen in Deutschland – auch ein Angebot von Deutschkursen auf Anfängerniveau.

Keine Gebühren
Erste Anlaufstelle ist die OASE am Buscheyplatz 3. Die Leiterin der OASE, Danuta Popanda, bespricht mit den Interessierten ihre vorhandenen Qualifikationen und Studienerfahrungen. Im nächsten Schritt sucht sie gemeinsam mit den Asylbewerbern die Fakultäten auf, die als Gastgeber infrage kommen. Nach Rücksprache mit den Fakultätsvertretern wird ein individueller Stundenplan erarbeitet und das Studierendensekretariat informiert, dass ein neuer Gasthörer eingeschrieben werden kann. Die Universität erhebt für die Flüchtlinge keine Gasthörergebühren.

„In unserem Leitbild ist fest verankert, dass Bildung und Forschung keine Grenzen kennen. Wir tragen daher auch gerne unseren Teil zur Willkommenskultur bei und integrieren Flüchtlinge in die Mitte unserer Gesellschaft“, berichtet Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler. Auch die Studierendenvertretung (AStA) unterstützt das Projekt. (epd/mig)

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