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Bremer Rathaus © a.steltner auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Gelebte Willkommenskultur

Bremen schafft 50 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Willkommenskultur darf nicht nur auf dem Papier stehen, es muss auch etwas getan werden. Nach diesem Motto haben Bremens Bürgermeisterin und die Industrie- und Handwerkskammer eine Vereinbarung unterschrieben. 50 Ausbildungsplätze sollen für Flüchtlinge geschaffen werden.

Mittwoch, 03.06.2015, 8:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 07.06.2015, 12:52 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

In Bremen erhalten 50 junge Flüchtlinge einen Ausbildungsplatz. Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) unterzeichnete am Dienstag zusammen mit den Vorsitzenden der Handels- und der Handwerkskammer der Hansestadt einen Kooperationsvertrag. „Willkommenskultur darf nicht nur auf dem Papier stehen, es muss auch etwas getan werden“, sagte sie. Die jungen Menschen wollten in Deutschland bleiben, seien leistungsbereit und brauchten eine Perspektive.

Die Stadt Bremen werde 20 Ausbildungsplätze für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen, sagte Linnert. Die Kammern wollen ihrerseits je 15 Plätze anbieten. Gefördert werden nur Flüchtlinge, die nicht aus EU-Staaten kommen und aus humanitären Gründen geduldet werden. Die Liste der möglichen Ausbildungsberufe reicht vom Altenpfleger über den Fachinformatiker, Koch, medizinischem Fachangestellten bis hin zum Straßenbauer oder Tischler.

Im ersten Jahr sollen die jungen Frauen und Männer zunächst für die Ausbildung qualifiziert werden und Deutsch lernen. Gute Sprachkenntnisse seien der Schlüssel für eine gelingende Ausbildung, hob der Vorsitzende der Handelskammer, Präses Christoph Weiss, hervor. Ein Pilotprojekt mit 23 jungen Flüchtlingen im vergangenen Jahr habe gezeigt, «dass sie hier eine Zukunft aufbauen wollen». Außerdem habe die Wirtschaft angesichts des Fachkräftemangels eine großes Interesse an hochmotivierten Jugendlichen.

Der Vorsitzende der Handwerkskammer, Jan-Gerd Kröger, berichtete von einer hohen Bereitschaft der Betriebe, auch Flüchtlinge auszubilden. „Seit Jahren bilden wir bereits junge Migranten aus.“ Die Betriebe hätten dabei gute Erfahrungen gesammelt. (epd/mig)

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