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"Weisse Wölfe" im Schauspielhaus Dortmund (Foyer) Eine grafische - Eine Reportage über rechten Terror von David Schraven und Jan Feindt

Schauspielhaus Dortmund

Ausstellung zu rechtem Terrorismus

Aus ihrer Recherche zu rechten Terrorgruppen in Dortmund haben die Reporter eine grafische Reportage gemacht. Und aus der Reportage wurde eine Ausstellung. Darin wird die Ideologie beschrieben, die Anschläge nach Art des NSU erst möglich machte.

Montag, 13.04.2015, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 14.04.2015, 20:41 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Das Schauspielhaus Dortmund präsentiert ab Mittwoch eine Ausstellung über Terroranschläge von Rechtsextremisten in Deutschland. Die Schau „Weisse Wölfe “ beschreibe anhand von Bildern und Texten, wie das rechte Netzwerk und seine Ideologie funktionieren, erklärte der Ausstellungsmacher und Autor David Schraven am Freitag.

In der „begehbaren Reportage “ würden unter anderem Verbindungen zwischen der Dortmunder Neonazi-Szene und dem „Nationalsozialistischen Untergrund “ (NSU) aufgezeigt. Der Journalist und TV-Moderator Friedrich Küppersbusch eröffnet die Sonderausstellung, die im Foyer des Schauspielhauses bis zum Ende der Spielzeit Mitte Juni zu sehen sein wird.

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Auch Rolle des Verfassungsschutzes ist Thema
Vorlage für die Sonderausstellung ist der Comic „Weisse Wölfe “ des Journalistenbüros Correctiv. David Schraven hat dafür über zwei Jahre in der rechten Szene Dortmunds recherchiert. Mit dem Zeichner Jan Feindt hat er seine Erkenntnisse als grafische Reportage in Schwarz-Weiß umgesetzt. Das Comic erzählt auf 224 Seiten die Entwicklung eines Jugendlichen, der in Kontakt mit der rechten Szene kommt und sich radikalisiert. Dabei wird das weltweite gewaltbereite Neonazi-Netzwerk aufgezeigt. Auch die Rolle des Verfassungsschutzes und der Einsatz von V-Männern wird beleuchtet.

Weitere Infos zur Ausstellung „Weisse Wölfe“ (Eine grafische Reportage über rechten Terror von David Schraven und Jan Feindt) gibt es auf theaterdo.de.

Die drei NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe sollen neun Migranten türkischer und griechischer Herkunft und eine Polizistin ermordet haben. Zschäpe steht als einzige Überlebende des Trios seit Mai 2013 in München vor Gericht. Die Ermittler hatten jahrelang einen rechtsextremistischen Hintergrund der Taten ausgeschlossen. (epd/mig)

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