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Gemeinsame Erklärung

Muslime verurteilen IS-Terror

Nach den islamischen Religionsgemeinschaften haben sich auch deutsche Islamwissenschaftler vom selbsternannten „Islamischer Staat (IS)“ distanziert. Rund 50 Wissenschaftler unterschrieben eine gemeinsame Erklärung.

Mittwoch, 03.09.2014, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 03.09.2014, 21:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Deutsche Islamwissenschaftler haben sich von der „Ideologie des Hasses und der Gewalt“ der Terrorarmee „Islamischer Staat (IS)“ in Syrien und dem Irak distanziert. „Die Deutungshoheit über den Islam darf nicht Extremisten und Gewalttätern überlassen werden“, appellierten die sechs Direktoren der deutschen Zentren für islamische Theologie in einer gemeinsamen Erklärung, die sie bei dem noch bis Freitag dauernden Kongress „Horizonte der islamischen Theologie“ in Frankfurt veröffentlichten.

Darin heißt es, die Deutungshoheit über den Islam müsse in Deutschland aus der Mitte der Gesellschaft heraus und an den Universitäten errungen werden. Dies sei umso wichtiger, da sich immer mehr junge Menschen in Europa dem Gedankengut des IS und anderer extremistischer Gruppierungen anschlössen. „Die ungeheuerliche Gewalt, die von den Anhängern des IS ausgeht, negiert alle Regeln der Menschlichkeit und zivilisatorischen Normen, für deren Herausbildung auch der Islam eine wichtige Rolle gespielt hat“.

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Bislang haben rund 50 Wissenschaftler die Erklärung unterschrieben. Seit Ausbruch des IS-Terrors haben auch die im Koordinationsrat der Muslime (KRM) organisierten islamischen Religionsgemeinschaften den IS-Terror scharf verurteilt. Auch international haben sich zahlreiche Gelehrte und muslimische Organisationen klar gegen die IS ausgesprochen.

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Dennoch werden Muslime immer wieder aufgefordert, sich vom IS-Terror zu distanzieren. Das stößt beim KRM-Sprecher Ali Kızılkaya auf Unverständnis: „Alle großen islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland haben den IS-Terror aufs Schärfste und unmissverständlich verurteilt. Die entsprechenden Erklärungen sind öffentlich zugänglich“ sagte KRM-Sprecher Ali Kızılkaya dem MiGAZIN. Vor diesem Hintergrund seien die Vorwürfe nicht nachvollziehbar. (epd/mig)

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