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V-Mann Felten

So geht Demokratie!

V-Mann Felten war wieder unterwegs: Nach einem Kurzaufenthalts in Köln während der Rede des türkischen Premiers Erdoğan checkt er die Doppelpässe ab in der "Die Zeit"-Redaktion. Endstation ist die CSU Parteizentrale, wo derzeit über eine Kumpanei mit der AKP nachgedacht wird.

Von Freitag, 30.05.2014, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 02.06.2014, 1:15 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Der zornige Mann vom Bosporus war da und mit ihm gleich 65.000 Demonstranten, die gegen ihn waren. Die für ihn im Saal waren, hat er als seine Geschwister bezeichnet. Wer will denn so einen zum Bruder haben? Dessen Berater wehrlose Menschen tritt und schlägt, um sich anschließend krankschreiben zu lassen. In Deutschland wäre so was nicht passiert, so einen hätte man zum Koordinator für die Geheimdienste ins Kanzleramt befördert.

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So viele Demonstranten wie in Köln hat man vor dem Sitz des deutschen Verfassungsschutzes in der gleichen Stadt gegen die NSU Morde noch nicht gesehen. Zurück in sicheren Gefilden hat der „große Imperator“ noch mal nach gelegt. Die Europawahl hätte gezeigt, dass die Europäer zu wenig gegen Rechtsradikale unternähmen. Hoffentlich schickt er seine Berater nach Europa. Sie sollten aber auf jeden Fall mehr als 65.000 Euro im Jahr verdienen, sonst bekommen sie von der Ausländerbehörde keine Arbeitserlaubnis. Auf den Cem Özdemir war er besonders böse und hat ihn als „so genannten Türken“ bezeichnet: Keine wirklich neue Erkenntnis.

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Warum es keine doppelte Staatsbürgerschaft für die Türken in Deutschland geben wird, hat eindrucksvoll Giovanni di Lorenzo bestätigt. Als Chefredakteur einer evangelikalen Wochenzeitschrift muss man ihn in Schutz nehmen. Wie soll sich denn jemand, bei so einem Beruf im europäischen Wahlrecht auskennen. Wahrscheinlich hat er bei seiner Einstellung den Staatsbürgerschaftstest geschwänzt.

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Unvorstellbar, in der Türkei wählen die Deutschtürken die AKP und in Deutschland die SPD. Die Partei, die der religiösen AKP am nächsten steht, die von der katholischen Kirche dominierte CSU, würde leer ausgehen. Insgeheim soll aber die bayerische Staatspartei schon Gespräche mit der AKP auf genommen haben. Ja zur Mitgliedschaft der Türkei in die europäische Gemeinschaft, wenn die Stimmen der Deutschtürken für die AKP in der Türkei der CSU in Deutschland zugerechnet werden. Ein Vorgang, der bestimmt bei der Chefredaktion „Der Zeit“ auf vollstes Verständnis stoßen wird. So geht Demokratie!

Gott bzw. Allah sei Dank, dass die Mutti da ein Auge drauf hat. Die Frau ohne Eigenschaften hat es den Berufstürken überlassen, was zum Besuch des türkischen Ministerpräsidenten zu sagen. Das war eine gute Idee, denn diese haben nichts gesagt.

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