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TV-Tipps des Tages

21.11.2013 Gaza Streifen, Palästina, Muslime, Juden, Israel, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Die fliegenden Jungen von Gaza: Die fliegenden Jungen vom Gazastreifen brechen durch Akrobatik und Freerunning aus ihrem eingesperrten Alltag aus. "Parkour" heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden

Von Donnerstag, 21.11.2013, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 17.11.2013, 11:20 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Die fliegenden Jungen von Gaza
Dokumentation – Die fliegenden Jungen vom Gaza-Streifen brechen durch Akrobatik und Freerunning aus ihrem eingesperrten Alltag aus. „Parkour“ heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neue Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gaza-Streifen ist Parkour auch eine Art, sich aufzulehnen und allen, die ihr Leben eingrenzen wollen, zu trotzen.

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Federnd gleiten sie zerschossene Wände hoch, balancieren auf bombardierten Dächern, schlagen Salti und Pirouetten in der Luft, hüpfen von Mauer zu Mauer, rennen weiter, immer weiter bis zum Strand und zu den Dünen der Wüste.

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Sie sind die fliegenden Jungen vom Gaza-Streifen, die durch Akrobatik und Freerunning aus ihrem eingesperrten Alltag ausbrechen. „Parkour“ heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neue Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gazastreifen ist Parkour auch eine Zurückeroberung des abgeriegelten und religiös besetzten Lebensraums, in dem die strengen Sittenwächter der Hamas moderne Kunst, Tanz und westliche Musik verbieten. Auch Parkour beäugen die fundamentalistischen Islamisten argwöhnisch als Mode des dekadenten Westens.

„Doch wir fliegen über Belagerung und Bevormundung hinweg“, sagen die elf Jungen. Parkour ist ihre Art, sich aufzulehnen und allen, die ihr Leben eingrenzen wollen, zu trotzen. „Parkour gibt unserem Leben einen Sinn“, sagen sie, „Parkour macht uns stolz, stärker, selbstbewusst“. Und es gibt ihnen die Kraft zu träumen, Pläne zu machen und sich in eine andere Welt zu katapultieren – hoch hinaus über ihren eingezäunten Alltag in einem winzigen, überbevölkerten Land, mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen, und einem Flughafen, auf dem keine Flugzeuge mehr landen. Ein Land im Koma, aus dem kaum jemand mehr heraus und in das fast nichts mehr hinein kommt – außer dem, was durch die immerhin 150 Tunnel aus Ägypten in den Landstreifen gelangt, der an manchen Stellen nur sechs Kilometer breit ist. Do, 21. Nov • 11:15-11:58 • arte

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