TV-Tipps des Tages

18.11.2012 – Mekka, Islam, Muslime, Muhammad Asad, Türkei, Bestattung

TV-Tipps des Tages sind: Der Weg nach Mekka: Leopold Weiss alias Muhammad Asad (1900-1992) war ein sterreichischer Jude aus Lemberg, der zum Islam konvertierte; Cosmo TV Reportage; Die letzte Reise - Alltag in einem muslimischen Bestattungsinstitut; Frauen an die Macht: Politikerinnen im türkischen Parlament

Von Sonntag, 18.11.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 16.11.2012, 10:07 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Der Weg nach Mekka
Dokumentarfilm (Kultur – Lebensstile/-entwürfe) – Dokumentarfilm von Georg Misch, Österreich 2007. Ein vergessener Visionär: Leopold Weiss alias Muhammad Asad (1900-1992) war ein sterreichischer Jude aus Lemberg, der zum Islam konvertierte und zu einem der bedeutendsten muslimischen Denker des 20. Jahrhunderts wurde. Er war ein Abenteurer, Diplomat und Träumer. Als Autor und Koranübersetzer hat er das moderne theologische Denken im Islam beeinflusst und wurde so zu einem bedeutenden Kulturvermittler und Wegbereiter für einen Dialog zwischen Islam und dem Westen. In seinem ganzen Leben voller Kontroversen versuchte Asad, Brücken über die Kluft zwischen islamischer Welt und dem Westen zu schlagen. Er vertrat eine Annäherung an den Islam als denkender Mensch.

„Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad“ folgt seinen verblichenen Spuren aus der eiskalten Ukraine in die flirrende Hitze arabischer Wüsten, aus einer chaotischen pakistanischen Großstadt zum Ground Zero in New York und sucht nach dem, was von Asads liberaler Islam-Auslegung in unserer heutigen Welt übrig ist. Der Dokumentarfilm von Georg Misch ist die faszinierende Biografie eines bewegten Lebens und bietet überraschende Einblicke in die brennenden Fragen der Gegenwart. Er zeichnet ein vielschichtiges Bild des Islam und dessen Verhältnis zum Westen, erlaubt Rede und Gegenrede und regt an, eigene Schlüsse zu ziehen – ganz im Sinne Asads: For people who think. 13:55-15:30 • 3sat

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Cosmo TV Reportage
Die letzte Reise – Alltag in einem muslimischen Bestattungsinstitut

Reportage – Eine Reportage von Melahat Simsek. Innerhalb von einem Tag, so sagen es die islamischen Regeln, soll ein Mensch beerdigt werden. Mustapha El Founti und Karim El Aazzouzi versuchen das mit ihrem muslimischen Bestattungsinstitut zu ermöglichen. Gar nicht so leicht: Denn viele Muslime möchten im Todesfall in ihrem Heimatland begraben werden. Das heißt, der Leichnam muss überführt werden. Viele Formulare müssen ausgefüllt werden. In den organisatorischen Stress der Bestatter mischen sich die persönlichen Schicksale. Diesmal ist es ein kleiner Leichnam, um den sich Karim und Mustapha kümmern müssen. Ein kleiner Junge ist gestorben, nach langer Krankheit. Die Bestatter bereiten die rituelle Waschung vor.

Später, beim Totengebet in der Moschee muss der Leichnam rein sein, so will es der Islam. Im Büro nebenan wartet schon die nächste Familie. Ihre Tante ist plötzlich verstorben, sie soll in Marokko beerdigt werden. Am liebsten noch heute. Die 24 Stunden sind für die Bestatter oft kaum zu schaffen, und dennoch bemühen sie sich darum, jeden Tag. „Die letzte Reise“, eine 30-Minuten-Reportage von Cosmo TV anlässlich der ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“. 15:45-16:15 • WDR

Frauen an die Macht
Dokumentarfilm – In seinem Dokumentarfilm „Frauen an die Macht“ stellt ein Kollektiv von Regisseuren Frauen vor, die versuchen, in der Politik Fuß zu fassen.

Bei den Parlamentswahlen in der Türkei im Jahr 2007 begleitete eine Gruppe von türkischen Regisseuren mehrere Frauen, die für das Abgeordnetenhaus kandidierten. In der Türkei sind Frauen, die sich für einen Parlamentssitz bewerben, immer noch eine Seltenheit. In dem durch ein Filmemacher-Kollektiv realisierten Dokumentarfilm sprechen einige von ihnen über ihre Erinnerungen an die Wahlkampagne und ihre Erfahrungen mit der Ausübung von Macht. Zu ihnen gehören eine Geschäftsfrau aus gutem Hause, eine kemalistische Akademikerin, eine erfahrene kurdische Aktivistin und zwei ehemalige Prostituierte.

Nach den Aussagen der Protagonistinnen erinnern die Wahlen in der Türkei bisweilen an einen Karneval. Die Kandidatinnen bereisen ihre Wahlkreise und sind permanent im Einsatz. Sie begegnen diversen Gruppen, besuchen Händler in ihren Geschäften und nehmen an verschiedenen Zeremonien teil, an Beschneidungen, Begräbnissen und offiziellen Veranstaltungen. Der Film zeichnet ein sehr lebendiges Bild vom demokratischen Wandel und vom politischen Kampf der Frauen in der Türkei. 03:25-04:17 • arte

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