Ginkgo Biloba

Das Abstammungs-Grund-Recht

“Wir wollen es nicht wahrhaben und wirklich verstehen”, lautet diesmal die erste Zeile. Neşe Tüfekçiler appelliert auf ihre Art – poetisch und Weise.

Von Neşe Tüfekçiler Freitag, 02.11.2012, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 09.11.2012, 8:06 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Wir wollen es nicht wahrhaben und wirklich verstehen,
was uns trennt von der Gesellschaft, ist täglich zu sehen.
Obwohl das Grundgesetz für alle Menschen gelten solle;
spielt dies wohl bei anders Stämmigen, keine große Rolle.

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Politisch und strukturell wird ganz klar darauf gepocht,
wer Rechte hat, oder wer nur jämmerlich darauf hofft;
Die Ungleichheit wird nun immer klarer ausgewiesen;
Statistiken geben Hinweise darauf, was stets gepriesen.

Verantwortung für alle Mitbürger des Landes zu (er)tragen,
scheint sehr neu und ein dumpfes Gefühl von Unbehagen;
Es herrscht ein gesetzeskonformes Rangverfahren,
welches nach Herkunft differenziert, werte- und kulturbeladen.

Menschenrechte und Grundrechte werden einfach übergangen,
durch Selektionen, nach außenpolitischen Banden und Belangen;
Das Fundament der Demokratie – angegriffen – zur Krisenzeit,
wird zerschlagen, durch den Verfall von Gleichheit und Sicherheit.

Es herrscht eine Fremdenfeindlichkeit in allen Strukturen;
Hetze und Hass verbreitet sich, durch verschiedene Figuren;
Einen Verfassungsfeind, als Verfassungsschützer zu benennen:
„Richtig“, sagt der Innenminister, „nur ein Nazi, kann Nazis erkennen.“!

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  1. lolli sagt:

    Ich liebe Ihre Gedichte! Dem Inhalt stimme ich besonders zu!