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TV-Tipps des Tages

22.09.2012 – Migranten, NRW, Neonazi, Rassismus, NSU, Türken, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Doku am Freitag: Ungefähr jeder vierte Mensch in NRW hat einen "Migrationshintergrund", in den großen Städten ist der Anteil noch höher; Cosmo TV: Themen: Großes Unbehagen - Wie wohl fühlen sich Juden in Deutschland? Wenn die Neonazis klingeln. Was geschah in Betzdorf?

Von Samstag, 22.09.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 16.09.2012, 13:43 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Doku am Freitag
Film von Franz Hansel. Ungefähr jeder vierte Mensch in NRW hat einen „Migrationshintergrund“, in den großen Städten ist der Anteil noch höher. Diese Menschen bzw. ihre Eltern oder Großeltern sind aus den unterschiedlichsten Gründen hierher gekommen, als Gastarbeiter, auf der Flucht vor Krieg und Bürgerkrieg, im Rahmen ihrer beruflichen Ausbildung und Karriere oder einfach der Liebe wegen. Wie verändert das den Alltag im Land, wie verändert es – auch für uns – die altbekannten Vorstellungen von gemeinsamer Kultur und Geschichte?

„Echt NRW!“ stellt diese Fragen dort, wo sie am konkretesten beantwortet werden: in Familien, in denen der eine Teil seine Wurzeln hier im Land hat, der andere Teil nicht. In ausgewählten Alltagsszenen soll sichtbar werden, welche Rolle eine andere Sprache, andere Musik, anderes Essen, andere Wohnvorlieben, vielleicht auch eine andere Religion spielen. Welche Hürden gab es zu überwinden, was hat beim Zusammenleben geholfen? Und was macht die nächste Generation daraus? 13:10-13:55 • WDR

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Cosmo TV
Themen: Großes Unbehagen – Wie wohl fühlen sich Juden in Deutschland? Wenn die Neonazis klingeln – Was geschah in Betzdorf? Dzien Dobry – Hallo Deutschland

Großes Unbehagen – wie wohl fühlen sich Juden in Deutschland?
DÜSSELDORF. In den letzten Wochen häufen sich antisemitische Übergriffe und damit steigt auch das Unbehagen in der jüdischen Gesellschaft. Die Statistiken belegen die Zunahme von antijüdischer Gewalt. Sie wird meist von Rechten ausgeübt, aber auch von Muslimen. 90 Straftaten gab es im letzten Halbjahr bundesweit, 84 wurden von Neonazis begannen, vier durch Migranten verübt. Seit dem Anschlag auf einen Rabbiner in Berlin vor wenigen Wochen steht das Thema im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. In Berlin soll es so genannte Nogo-Areas für Juden geben, Bezirke, in denen sich Juden besser nicht zu erkennen geben, die Kippa besser abnehmen sollten. Auch in NRW macht sich seit den jüngsten Vorfällen ein Gefühl von Beklemmung breit. Vor wenigen Wochen wurden mehrere jüdische Friedhöfe geschändet, Grabsteine umgeschmissen und beschmiert. Cosmo TV hat eine Lehrerin einer jüdischen Religionsschule in Düsseldorf getroffen, die von den inzwischen sogar alltäglich gewordenen Beschimpfungen und Erniedrigungen auf der Straße spricht. Und darüber, ob sie sich im Jahre 2012 in Deutschland noch heimisch fühlen mag.

Wenn die Neonazis klingeln – was geschah in Betzdorf?
BETZDORF. Die Umstände des Überfalls auf eine türkische Familie in Betzdorf wirken fragwürdig und nebulös. Zwei in Militäruniformen gekleidete Männer, die aussehen wie Neonazis, dringen in ihr Haus ein und bedrohen die Familie mit Waffen. Die Opfer versuchen sich mit einem Brotmesser zu verteidigen. Als die Polizisten den Tatort erreichen sind die Angreifer bereits geflohen. Da sie den Vater mit einem Brotmesser in der Hand antreffen, vermuten die Polizisten einen Ehestreit und führen zunächst den Familienvater Ali Korkusuz in Handschellen ab, lassen ihn nach einer drei Stunden andauernden Vernehmung wieder frei. Die Suche nach den eigentlichen Tätern beginnt auf einer schon kalt gewordenen Spur. Die Familie setzt 25.000 Euro Kopfgeld auf die Angreifer aus. Sie sind überzeugt davon, dass der Übergriff rechts motiviert war. Wer waren die Männer und was steckt hinter dem Angriff? Cosmo TV geht auf Spurensuche auf einer Straße in Betzdorf, die einmal eine ganz ruhige war.

Dzien Dobry – Hallo Deutschland
OBERHAUSEN. Im Jahr 1989, dem Jahr des Umbruchs im Ostblock, kam Maria zusammen mit ihrem Mann Czeslaw und ihren drei Kindern nach Deutschland. Sie waren fünf von rund einer Million Polen, die in nur zehn Jahren in die Bundesrepublik zuwanderten, auf der Suche nach einem besseren Leben. Die ersten zwei Jahre, erinnert sich Maria, waren „Überlebenstraining“. Weder sie noch ihr Mann sprachen deutsch – die erste große Hürde. Das wovor Marias Mutter sie gewarnt hatte geschah: Obwohl sie beide Akademiker sind, mussten sie und ihr Mann Putzstellen annehmen, um die Familie zu ernähren. „Damals habe ich meinen Kindern versprochen: Wenn es in zwei Jahren nicht besser wird, fahren wir zurück!“ erzählt Maria. Sie sind geblieben und es wurde besser. Cosmo TV besucht Maria und ihren Mann Czeslaw in ihrer deutschpolnischen Kulturkneipe „Gdanska“, die heute fester Bestandteil der Altstadt von Oberhausen ist. 06:40-07:10 • HR

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