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Baden-Württemberg

Zahl der Neugeborenen auf dem Tiefststand

Die Zahl der Neugeborenen sank im Jahr 2011 auf den Tiefststand. Die Geburtenrate bei Ausländerinnen ist zwar höher, nähert sich aber immer mehr dem der deutschen Mütter. Das teilt das Statistische Landesamt mit.

Dienstag, 04.09.2012, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 07.09.2012, 7:44 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2011 rund 88.800 Kinder geboren. Das sind etwa 1.900 weniger als im Jahr davor. Damit sind seit Bestehen des Landes noch nie so wenige Kinder geboren worden wie 2011. Zum Vergleich: 1964, dem Jahr mit der höchsten Geborenenzahl im Südwesten, sind noch 161.000 Kinder zur Welt gekommen. Das teilt das Statistische Landesamt mit.

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Die Geburtenrate, also die Kinderzahl je Frau, blieb aber in den vergangenen Jahren praktisch unverändert: Sie lag im vergangenen Jahr bei 1,36 Kindern, 2010 waren es 1,38 und 2009 1,35 Kinder je Frau. Aber nicht nur in den letzten Jahren, sondern auch in den letzten knapp vier Jahrzehnten hat sich die Geburtenrate kaum verändert, so das Statistische Landesamt. Allerdings ist seit etwa Ende der 90er-Jahre ein deutlicher Rückgang der Geburtenzahl zu beobachten, weil seither die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter zurückgegangen ist und künftig auch weiter zurückgehen wird.

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Regionale Unterschiede
Auffällig ist ein traditionelles „Land-Stadt-Gefälle“, das heißt, in den meisten ländlich geprägten Gebieten liegt die Kinderzahl je Frau deutlich über der der Städte. In Hochschulstandorten wie Heidelberg ist die Geburtenrate besonders niedrig, weil dort viele jüngere Frauen leben, bei denen Studium und Berufseinstieg im Vordergrund stehen und deshalb (noch) keine Familiengründung geplant ist.

Weiter teilt das Statistische Landesamt mit, dass die Geburtenhäufigkeit bei ausländischen Müttern in Baden-Württemberg mit 1,55 Kindern je Frau über der der deutschen Mütter (1,32) liegt. Allerdings habe sich das „generative Verhalten“ der Ausländerinnen im Laufe der Zeit dem der einheimischen Bevölkerung mehr und mehr angenähert. (sb)

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