Baden-Württemberg

Jedes fünfte Kind wird von einer ausländischen Mutter zur Welt gebracht

Geburtenraten ausländischer und deutscher Frauen gleichen sich immer mehr an. Griechische, spanische und kroatische Frauen bringen im Durchschnitt sogar weniger Kinder zur Welt als deutsche Frauen. Das teilt das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg mit.

Dienstag, 06.09.2011, 8:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:45 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr rund 90 700 Kinder geboren worden, darunter etwa 19 200 von ausländischen Frauen. Der Anteil der Geburten von ausländischen Müttern an allen Geburten lag damit in Baden-Württemberg wie auch in den letzten Jahren bei gut einem Fünftel.

Dabei hat sich die Geburtenrate der ausländischen Frauen im Schnitt deutlich verringert und an die der deutschen Frauen angenähert hat: noch 1990 brachte eine ausländische Frau in Baden-Württemberg durchschnittlich 2,1 Kinder zur Welt, eine deutsche Frau dagegen nur 1,4 Kinder. Bis zum vergangenen Jahr hat sich dieser Unterschied in der Geburtenhäufigkeit von 0,7 auf 0,2 Kinder je Frau verringert. So bringen deutsche Frauen heute durchschnittlich 1,35 Kinder zur Welt, bei ausländischen Müttern liegt die Zahl bei 1,57.

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Nach einzelnen Staatsangehörigkeiten bestehen bei den ausländischen Frauen aber nach wie vor deutliche Unterschiede: Von den stark vertretenen Nationalitäten weisen serbische und montenegrinische Frauen die mit Abstand höchste Geburtenrate auf (2,2 Kinder je Frau), gefolgt von türkischen Frauen (1,7 Kinder je Frau). Dagegen liegt die durchschnittliche Kinderzahl von griechischen (1,09), spanischen (1,21) und kroatischen (1,33) Frauen bereits unter der deutscher Frauen. Bei italienischen Frauen liegt die durchschnittliche Kinderzahl mit 1,38 knapp über dem Wert der deutschen Frauen.

Innerhalb des Landes zeigen sich erhebliche Unterschiede beim Anteil der Kinder, die von ausländischen Müttern zur Welt gebracht wurden: Am höchsten war dieser Anteil im vergangenen Jahr im Stadtkreis Heilbronn, wo knapp 37 Prozent aller Kinder von ausländischen Müttern geboren werden, während dies im Main-Tauber-Kreis nur 9 Prozent waren.

Tendenziell lässt sich ein deutliches „Stadt-Land-Gefälle“ belegen – sicherlich vor allem deshalb, weil die ausländischen Mitbürger überdurchschnittlich oft in der Nähe der industriellen Arbeitsplatzzentren leben. (sb)

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