TV-Tipps des Tages

29.07.2012 – Irak, Kurden, Türkei, Taj Mahal, Kultur, Indien, Islam

TV-Tipps des Tages sind: Einmal Irak und zurück - Urlaub im Krisengebiet: Sie sind jung, suchen das Abenteuer und den Kontakt zu fremden Kulturen; Der Taj Mahal - Im Zeichen der Liebe: Der Taj Mahal ist ein Wahrzeichen Indiens, ein Juwel der Architektur und das Monument einer großen Leidenschaft.

Von Sonntag, 29.07.2012, 12:33 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29.07.2012, 12:33 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Einmal Irak und zurück – Urlaub im Krisengebiet
Sie sind jung, suchen das Abenteuer und den Kontakt zu fremden Kulturen: Max, Joy und Hjördis, drei Backpacker aus Deutschland, wagen in ihren Semesterferien die etwas andere Reise. Das Ziel ist der Irak – ein Land, das bis heute als unsicher und risikoreich gilt. „Für mich ist der Irak ein Mosaik aus unfassbar verschiedenen Menschen, Religionen und ganz persönlichen Geschichten, die ich kennenlernen will“, sagt Max Mille, Musikstudent aus Köln.

Freunde und Familie in Deutschland haben ihm natürlich von der Reise abgeraten und vor den Risiken gewarnt. Doch das schreckt die neugierigen Rucksacktouristen nicht ab. Im Gegenteil: „Ich glaube, es ist gefährlicher in Deutschland Auto zu fahren, als im Irak herumzureisen“, meint die 19-jährige Joy Neuhaus und lacht verschmitzt.

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Die Reise führt die drei Deutschen vom südöstlichen Zipfel der Türkei bis nach Erbil – der Kurden-Metropole im Irak. Sie feiern mit Hunderttausenden Kurden das Newroz-Frühjahrs-Fest und lernen die Situation der Kurden in der Türkei kennen. Sie erleben den malerischen Ort Hasankeyf, der zwar noch immer seine faszinierende, jahrhundertealte Tradition entfaltet – aber gleichzeitig durch ein Staudammprojekt vom Untergang bedroht ist.

Ganz anders die Reise durch den Irak: Überall befinden sich Checkpoints mit schwer bewaffneten Soldaten. Und plötzlich fährt auch die Angst mit, als die Touristen hören, dass nur 200 Kilometer entfernt zahlreiche Menschen durch einen Anschlag gestorben sind.

„Einmal Irak und zurück“ ist kein gewöhnlicher Reisefilm, sondern zeigt eindrücklich, wie junge, abenteuerhungrige Deutsche die Welt auf ihre Weise entdecken. Sie begegnen dabei den heldenhaften Peshmerga-Soldaten in den Bergen und jungen Irakern, die nach Jahrzehnten – geprägt durch Krieg und Unterdrückung – endlich wieder an ihre Zukunft glauben. 17:15-18:00 • SWR BW

Der Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe
Fiction/Dokumentation (Kultur – Gesellschaft allgemein) – Film von Stephan Koester. Der Taj Mahal ist ein Wahrzeichen Indiens, ein Juwel der Architektur und das Monument einer großen Leidenschaft. Sein Erbauer ist Shah Jahan, der im 17. Jahrhundert über das indische Reich der Großmoguln regiert. Unter den Moguln wird Indien das erste Mal seit Ashoka wieder vereint. Die Invasoren aus dem Norden führen das Land in eine neue Zeit der Blüte. Und sie bringen eine neue Religion mit, die von nun an die Geschichte Indiens mitbestimmen wird: den Islam. Shah Jahan – der Name bedeutet „Herrscher der Welt“ – hat sich bereits als junger Prinz verlobt. Seine Frau ist Mumtaz Mahal, die „Erwählte des Palastes“. Dichter rühmen ihre Anmut und Schönheit, vor der sich sogar der Mond schamvoll verbergen würde. Ihre tiefe Liebe wird ein Leben lang halten, Mumtaz Mahal wird Shah Jahans Gefährtin und vertraute Ratgeberin. 1631 begleitet die „Erwählte des Palastes“, obwohl hochschwanger, ihren Mann auf einen Feldzug gegen Aufständische. Doch bei der Geburt ihres 14. Kindes gibt es Komplikationen, die Mumtaz Mahal nicht überleben wird. Für Shah Jahan beginnt eine Zeit der tiefen Trauer. Sein Bart soll über Nacht weiß geworden sein, Tanz und Gesang werden von nun an nicht mehr an seinem Hof erklingen. Auf dem Sterbebett, so überliefert eine Legende, äußert Mumtaz Mahal ihren letzten Wunsch: Ihr soll ein Grabmal errichtet werden, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Die Erfüllung dieses Wunsches wird von nun an Shah Jahans Lebensaufgabe. Bald beginnen die Bauarbeiten für das Mausoleum am Ufer des Yamuna-Flusses in Agra. Ein gigantisches Unterfangen: 20.000 Arbeiter und 1.000 Elefanten sind elf Jahre im Einsatz. Mit dem Taj Mahal errichtet der Großmogul ein „Liebesgedicht aus Stein“, ein Abbild des Paradieses auf Erden und das vollkommenste Bauwerk der Menschheit. Die Dokumentation „Der Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe“ berichtet von der Entstehung des großartigen Bauwerks. 20:15-21:00 • 3sat

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