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Kausa Jugendforum

Es zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will

Kausa Jugendform 2012 in Berlin gestartet. Ziel: Jugendliche mit Migrationshintergrund in Ausbildung bringen. BMBF-Staatssekretär Braun: „Es gilt, die derzeit guten Chancen auf dem Ausbildungsmarkt für alle zu nutzen.“

Montag, 18.06.2012, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 16.06.2012, 20:47 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Jugendliche mit Migrationshintergrund sind unterdurchschnittlich in der dualen Ausbildung vertreten. Laut Berufsbildungsbericht 2012 beteiligen sie sich nur halb so oft an der dualen Ausbildung wie Jugendliche ohne Migrationshintergrund (33,5 Prozent gegenüber 65,4 Prozent).

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Gleichzeitig haben immer mehr Unternehmen angesichts des demografischen Wandels Probleme, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. „Es gilt, die derzeit so guten Chancen auf dem Ausbildungsmarkt auch für die Gruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu nutzen. Wir wollen, dass jeder junge Mensch in Deutschland nach der Schulzeit einen Ausbildungsplatz bekommt. Das ist angesichts des hohen Fachkräftebedarfs möglich und darf nicht an der Herkunft scheitern“, betont Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

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Hierfür hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Kausa Jugendforum 2012 unter dem Motto „Zeig’ die Stärken, die du hast!“ ins Leben gerufen. Gleichzeitig wirbt das Kausa Jugendforum bei der Wirtschaft dafür, jungen Talenten mit Migrationshintergrund verstärkt Ausbildungsplätze anzubieten. Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, erklärt: „Über allem steht die Willkommensbotschaft, die wir im Handwerk auf die Kurzformel bringen: Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“

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Info: Das Kausa Jugendforum 2012 wird von der Koordinierungsstelle Ausbildung bei Selbstständigen mit Migrationshintergrund (Kausa) durchgeführt. Kausa ist Teil des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung. JOBSTARTER wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Weitere Informationen unter www.kausa-jugendforum.de

Um das herauszufinden, benötigen die Jugendlichen den Rückhalt ihrer Familien. Deshalb unterstützt Dr. Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags die Einbindung der Eltern in das Kausa Jugendforum: „Die Erfahrungen zeigen: „Je stärker die Familien der Jugendlichen eingebunden und vom Wert einer Berufsausbildung überzeugt sind, desto größer sind die Erfolgsaussichten.“

Das Kausa Jugendforum ist eine Veranstaltungsreihe mit Workshops und Ausbildungskonferenzen in Berlin, Hamburg, Mannheim und Köln. In den Workshops setzen sich bis zu 25 Jugendliche mit ihren Stärken und beruflichen Zielen auseinander und bereiten die anschließenden Ausbildungskonferenzen inhaltlich vor. Auf den Konferenzen treffen die Jugendlichen auf Vertreter aus der Wirtschaft, auf Eltern, Lehrer und Multiplikatoren aus Politik, Verwaltung und Medien. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, erste Kontakte zu Personalverantwortlichen zu knüpfen. Höhepunkt des Kausa Jugendforums ist die Abschlusskonferenz in Berlin. (hs)

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