21. Jahrhundert

Gewalt und Provokationen gehören nicht zu Deutschland!

Gehört der Islam zu Deutschland? Eine interessante und ungeschickte Frage zugleich, findet Vykinta Ajami. Denn die Nutznießer der Antwort sind die Falschen.

Von Vykinta Ajami Freitag, 11.05.2012, 8:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 09.09.2012, 14:05 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Gewalt hat weder ethnische noch religiöse Herkunft. Sie stammt nicht von bestimmten Ländern und sie hat nichts damit zu tun, wie man seinen Gott nennt. Gewalt hat verschiedene Namen und viele Gesichter. Aber ganz egal, ob sie durch einen Kahlkopf, Springerstiefel oder ein Bart verkörpert wird, ganz egal mit welcher Intention dahinter, liegt ihre Herkunft ganz allein bei dem Täter, sie stammt aus den dunkelsten Ecken seiner Seele. Und sie ist immer vernichtend.

Salafisten. Das ist der sich gerade etablierende Name des Feindes. Es sind nicht mehr die bösen Moslems allgemein. Es ist mittlerweile „nur“ noch eine kleine Gruppe unter den Moslems. Die Wenigsten werden aber einen Unterschied machen oder sehen wollen. Der neue Feind trägt einen Vollbart, hat weite Kleider an und einen Koran in der Hand.

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Für das Zusammenleben sind diese äußerlichen Merkmale aber nicht von Bedeutung. Von Bedeutung ist und was in unsere Gesellschaft nicht hineingehört, ist die Gewalt. Sei es Rechte, linke, islamistische, salafistische, salachristische, kahlköpfige oder bärtige,- Gewalt ist das, was in unsere Gesellschaft nicht hineingehört!

Es kann nicht sein, dass der Islam mit Steinen verteidigt werden muss. Als eine der größten Weltreligionen ist er durchaus in der Lage, im für sich selbst mit den Worten der Logik und Rationalität zu sprechen.

Und es kann auch nicht sein, dass Provokationen durch Prophetenkarikaturen oder das Legen toter Schweineköpfe in Moscheehöfen als Meinungs- und Kommunikationsformen des 21. Jahrhunderts gehandelt werden.

Genauso wenig brauchen wir Öl im Feuer. Das gilt auch für Politiker. Es ist nicht das richtige Jahrzehnt, um herauszufinden, ob der Islam historisch zu Deutschland gehört. Weiß das ohnehin nicht schon jeder, wo der Islam herkommt? Genauso wie auch jeder weiß, dass Jesus nicht aus Hamburg und Maria nicht aus Köln war.

Weder der Islam noch der Christentum stammen nicht von hier, gehören aber längst zur unseren gegenwärtigen Gesellschaft. Auch wenn die historische Entwicklung der Religionen eine äußerst interessante Frage ist, ist sie aber nicht die Richtige für das heutige Zusammenleben, für das friedliche Zusammenleben. Das stärkt die Gewaltbereiten und mobilisiert Gleichgesinnte genauso zur vermeintlichen Verteidigung. Bekanntlich gibt es keine dummen Fragen. Es gibt aber Fragen, die zur falschen Zeit gestellt werden. Und wenn diese zu gewalttätigen Ausschreitungen führen, dann ist die Grenze erreicht. Denn Provokationen und Gewalt sind das Letzte, was zum Deutschland des 21. Jahrhunderts gehören sollten.

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  1. Balthazar sagt:

    Als Moslem bin ich ziemlich froh, dass es jetzt „nur“ die Salafisten sind. Diese kleine, von den deutschen Medien bewusst gehypte, Haufen gehört diskreditiert und diffamiert.

    Mir ist es ganz recht wenn diese Hinterwälder mit Hauptschulabschluss (dessen Mitglieder häufig aus der Türsteher-Szene stammen) als Gefahr dargestellt werden. Sie sind es ja auch.

    Jedes Salafistenopfer wird z.b. darauf getrimmt das Schiiten Ungläubige sind dessen Mord belohnt wird.

    PS: Follow the Money and you will land in Saudi Arabia ;)

  2. Schnellfliegen sagt:

    Wir erkennen alle, dass sich in der allgemeinen Meinungsmache einiges verändert hat. Wie bereits des öfteren bemerkt, sind die aktuellen Themen immer ein Grund wirklich wichtige Themen in das Unterbewusstsein zu befördern. Seit 9/11 müssten die Gemüter endgültig begriffen haben:
    SALAFISMUS = VAHABITEN = SAUDIS = BUSH = OBAMA BIN LADiN
    Die Supermacht hat sich Ihren eigenen Feind selbst gegründet.
    Solange es in Saudi – Arabien die Vahabbiten gibt, solange werden Sie die Weltmuslime Schaden zufügen. Die Weltverbesser sind Sie nicht, das kann heutzutage keine Ideologie oder Religion von sich behaupten. Wer möchte denn, dass die Inder/Pakistani oder sonstige arme Völker so leben wie in Westeuropa. Ich frage mich welche Ideologie oder System wird es dazu bringen, dass alle Menschen auf diesem Kontinent die gleichen Changen bekommen. Die Industriekultur des Westens darf ja nicht auf andere Völker übergehen, falls es soweit kommt, wird man zusehen, in diesen Ländern extreme Gruppen oder Fortschritsfeindliche Gedankengüter zu unterdrücken. Es ist eigentlich ganz einfach sich mit Salafisten ausernander zu setzen, nein es ist nicht gewünscht, denn die haben Ihre Aufgaben zu machen, den Sie von der Supermacht vordiktiert bekommen haben. Jede Ideologie oder Religion die entgegen den internationalen Menschenrechte agiert ist nicht erwünscht, egal welcher Coleur Sie auch haben.

  3. Beobachter sagt:

    @Schnellfliegen

    oBama bin ladin???

    Ist das Ihr Ernst? Auf diese Idee sind wahrscheinlich noch nicht mal die Rechtsaußen-Republikaner gekommen…

  4. El-Sid sagt:

    »Mir ist es ganz recht wenn diese Hinterwälder mit Hauptschulabschluss (dessen Mitglieder häufig aus der Türsteher-Szene stammen) als Gefahr dargestellt werden.«

    Sehe ich genauso. Die deutsche Salafisten-Szene besteht hauptsächlich aus Proleten und anderen Zivilversagern mit dem Bedürfnis nach Anerkennung.

    »Und es kann auch nicht sein, dass Provokationen durch Prophetenkarikaturen oder das Legen toter Schweineköpfe in Moscheehöfen als Meinungs- und Kommunikationsformen des 21. Jahrhunderts gehandelt werden.«

    Schweinköpfe sicherlich nicht. Prophetenkarikaturen schon. Spott ist der Preis der Freiheit.

  5. Seele sagt:

    Gewalt hat weder ethnische noch religiöse Herkunft .Sie stammt nicht von bestimmten Ländern und sie hat nichts damit zu tun wie man seinen Gott nennt .Gewalt hat verschiedene Namen und viele Gesichter.[…]

  6. Seele sagt:

    Die Herkunft liegt ganz allein bei dem der sie vollbringt …sie kommt aus den Seelen der Menschen …Ihr URSPRUNG ist unsere Kindheit …