Deutsche Presse

22.02.2012 – Sarrazin, Türkei, Islamunterricht, Gauck, Integration, NRW, Rassismus

Grundschulklasse in S-Bahn rassistisch beschimpft; Anklage gegen rechte Band wegen „Döner Killer“-Lied; NRW-Einführung des Islamunterrichts kommt voran; Thilo Sarrazin ist sehr froh, dass Gauck als Bundespräsident nominiert ist; Fetih 1453: Türkischer Historienfilm; Bremer SPD will Ausländern Stimmrecht geben; Migranten erwarten von Gauck Bekenntnis zur Integration

Von Mittwoch, 22.02.2012, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 22.02.2012, 12:55 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Noch vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten gerät Joachim Gauck unter Druck, seine Haltung zur Integration zu klären. Gauck hatte dem Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin Mut für sein umstrittenes Buch über Zuwanderer bescheinigt.

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Auf dem Weg zu einem Faschingsausflug wurde eine Schulklasse mit zehn- bis elfjährigen Kindern von einem Fahrgast beschimpft: „Türkenpack ab nach Auschwitz“. Die Lehrer aus Kreuzberg wollen Anzeige erstatten.

Sarrazin wollte sich nicht dazu äußern, was er sich vom künftigen Bundespräsidenten Gauck zum Thema Integration wünscht. Er sage nur ganz allgemein, „ich erwarte von Gauck, dass er sich zu seinen Aufgaben und anstehenden Themen klug äußert“.

Nach dem Willen von SPD und Grünen sollen in Bremen lebende Ausländer künftig stärker als bisher an Wahlen teilnehmen können. Dabei geht es neben den Kommunal- auch um die Landtagswahlen, also die Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft. Im Land Bremen hat ungefähr jeder achte keinen deutschen Pass.

Die Beirats-Mitglieder für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in NRW stehen fest. Sie vertreten die Interessen der Muslime gegenüber dem Land.

Die Parteispitze der Grünen zeigte sich begeistert von der Nominierung Joachim Gaucks für die Wahl zum neuen Bundespräsidenten. Die Parteilinken aber sind skeptischer. Ihnen missfallen Gaucks Äußerungen zu Thilo Sarrazin.

NEONAZIS Vertraute des rechtsextremen NSU suchten nach dem Untertauchen der drei Terroristen Kontakt nach Berlin und Brandenburg – das belegt nun ein Dossier des Verfassungsschutzes.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat den Produzenten und Sänger der rechtsextremen Band „Gigi & die braunen Stadtmusikanten“ angeklagt. In dem Lied wird die rechtsextreme Mordserie der Zwickauer Terrorzelle gefeiert.

Frauenministerin Kristina Schröder hilft ihrer Ex-Feindin Alice Schwarzer dabei, den Feminismus museumsreif zu halten: Sie rettet dem Kölner „FrauenMediaTurm“ – dem rot-grüne Kürzungen sonst den „Todesstoß“ versetzt hätten.

Erst Nazis, dann Franzosen und seit 60 Jahren die GIs. In der der Garnisonsstadt Baumholder geht ohne Militär gar nichts. Nun will die US-Armee abrücken.

Island sollte mehr gegen Rassismus tun, fordert der am Dienstag vorgestellte Länderbericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarates.

Kein einziger der 1000 befragten Österreicher glaubt, dass die Integration sehr gut funktioniert. Hindernisse sind Kleidung, kulturelles Benehmen und weiter abgeschlagen Religion und Hautfarbe.

Jerusalem (dapd). Nach mehr als zwei Monaten Hungerstreik kann ein palästinensischer Häftling auf seine Freilassung durch die Behörden Israels hoffen.

Eine Entsorgung von Exemplaren des Korans im amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan hat für Proteste gesorgt. Etwa 3000 Menschen demonstrierten nach Angaben der Polizei vor der Anlage im Norden des Landes.

Drei Jahre soll ein syrischer Kurde in Spanien in Haft bleiben, weil er in Sevilla mit einem Schuh auf den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan geworfen hatte.

Mit seinen 69 Jahren hat Bartholomäus I. schon viel erlebt, doch der vergangene Montag war selbst für den weißbärtigen Patriarchen der orthodoxen Kirche etwas Besonderes. „Eine neue Türkei wird geboren“, sagte Bartholomäus bei der Anhörung durch einen Parlamentsausschuss in Ankara

Die mutmaßliche Entführung eines hochrangigen syrischen Überläufers durch den türkischen Geheimdienst bringt die Regierung in Ankara in Erklärungsnot.

Der Film 1453, der am 16. Februar in die türkischen Kinos kam, hat alleine in den ersten vier Tagen eine Rekordsumme von 12 Millionen türkische Lira eingespielt, umgerechnet über fünf Millionen Euro.

Integration und Migration

Anklage gegen rechte Band wegen „Döner Killer“-Lied

Thilo Sarrazin ist sehr froh, dass Gauck als Bundespräsident nominiert ist

Deutschland

Grüne streiten über ihren Kandidaten Joachim Gauck

Ausland

Tausende protestieren wegen Koran-Verbrennung

Türkei

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  1. Höhner sagt:

    „Hindernisse sind Kleidung, kulturelles Benehmen“ Bohren die Nase?