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10.02.2012 – Davutoğlu, Iran, Syrien, Westerwelle, Israel, Washington, Galatasaray

Die Themen des Tages sind: Energiekrise überwunden; 81 Gouverneure im Çankaya Palais; Davutoğlu in Washington; Davutoğlu „Das ist ein psychologischer Krieg”; Frankreich unterstützt die Türkei im Hinblick auf Syrien; Westerwelle: „Es kann ein Moment kommen, da kann die EU von der Türkei schwärmen“; Friedensbotschaft von Peres an den Iran

Von Freitag, 10.02.2012, 12:29 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 10.02.2012, 12:30 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Energiekrise überwunden
Energieminister Taner Yıldız gab bekannt, dass die Energiekrise gelöst wurde. Vor einiger Zeit gab es einige Probleme bei der Gaslieferung aus Aserbaidschan und aus dem Iran. Ausländische Gaslieferanten verringerten ihren Export aufgrund der technischen Probleme. Yıldız sagte, dass die Krise überwunden wurde und die Gaslieferungen aus Aserbaidschan und aus dem Iran in kürzester Zeit wieder wie gewünscht aufgenommen werden.

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81 Gouverneure im Çankaya Palais
Staatspräsident Abdullah Gül empfing gestern 81 Gouverneure Im Çankaya Palais. An dem Essen haben auch Innenminister İdris Naim Şahin und Oberbefehlshaber der Gendarmerie, General Bekir Kalyon teilgenommen.

Während des Essens sagte Gül, dass die Gouverneure im Bereich der Ausbildung eine wichtige Rolle spielen. Gül unterstrich außerdem auch, dass sich die Gouverneure, um die Lehrer in ihren Provinzen kümmern sollten. Die Gouverneure befinden sich für eine Tagung in Ankara.

Davutoğlu in Washington
Außenminister Ahmet Davutoğlu ist in die USA gereist. Davutoğlu wurde in Washington von Namık Tan, dem türkischen Botschafter in den USA und von Vertretern der Botschaft empfangen.

Davutoğlu hat im Rahmen seiner Kontakte in Washington viele Gespräche geführt. Später hat er an der George Washington Universität vor Schülern eine Rede gehalten.

Davutoğlu wird am zweiten Tag seiner USA-Reise eine Rede im Zentrum für internationale und strategische Studien (CSIS) halten, mit Vertretern des Amerikanisch-Türkischen Rates (ATC) beim Mittagessen zusammenkommen und an der Rezeption des Türkisch-amerikanischen Verbands (TAA) teilnehmen. Außerdem wird Davutoğlu das Büro von SETA, Stiftung für Soziale, Wirtschaftliche und Gesellschaftliche Studien in Washington besuchen.

Davutoğlu wird voraussichtlich am 13.Februar mit der US-Außenministerin Hillary Clinton, mit Thomas Donilon, dem Nationalen Sicherheitsbeamten von Barack Obama und Verteidigungsminister Leon Panetta zusammenkommen.

Davutoğlu „Das ist ein psychologischer Krieg”
Außenminister Ahmet Davutoğlu hat vor seinem Abflug in die USA am Esenboğa Flughafen die Fragen der Journalisten beantwortet. Davutoğlu sagte hinsichtlich einer Frage, wonach 49 türkische Geheimdienstoffiziere auf syrischem Gebiet gefasst worden seien „Es wird ein psychologischer Krieg geführt. Es werden Nachrichten veröffentlicht, die der Wahrheit nicht entsprechen. So etwas stimmt nicht. Wenn irgendjemand Unterlagen über so eine Nachricht besitzt, dann sollte er diese veröffentlichen. Ich appelliere an unsere Öffentlichkeit und bitte sie, in solchen kritischen Zeiten, in Zeiten in denen viele psychologische Einsätze durchgeführt werden besonders feinfühlig zu sein.“ so Davutoğlu.

Währenddessen geht das Töten in Homs weiter. Seit sechs Tagen steht die syrische Protesthochburg Homs unter Dauerbeschuss der Armee. Wie berichtet wurde, seien am Donnerstag mindestens 126 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden, allein 107 in Homs.

Frankreich unterstützt die Türkei im Hinblick auf Syrien
Frankreich hat bekanntgegeben, dass sie den Vorschlag der Türkei, wonach ein internationales Forum in der Region, auf dem alle wichtigen Staaten vertreten sein müssten, veranstaltet werden sollte, unterstützen. Die Türkei setzt sich für einen neuen Fahrplan zur Beilegung des blutigen Konflikts ein.

Außenamtssprecher Bernard Valéro hat erklärt, dass sein Land dem Vorschlag der Türkei positiv entgegensieht. Valéro erläuterte außerdem, dass Außenminister Alain Juppe, mit allen seinen Kollegen -allem voran mit Außenminister Ahmet Davutoğlu- die für ein Ende des gewaltvollen Regimes in Syrien sind, im Kontakt steht.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Westerwelle: „Es kann ein Moment kommen, da kann die EU von der Türkei schwärmen“
Star berichtet unter der Schlagzeile, „Es kann ein Moment kommen, da kann die EU von der Türkei schwärmen“ über die Worte des deutschen Außenministers Guido Westerwelle. Das Blatt zitiert folgende Worte des deutschen Außenministers, „Es kann so ein Moment kommen, an dem die EU für die Türkei sich mehr interessiert als die Türkei sich für die EU interessiert. Der Wandel in der Region und geostrategische Interessen sind Indizien dafür. Die Türkei ist zu einem neuen Machtzentrum geworden. Sie übernimmt Verantwortung und formt die internationale Politik. Jedes Land braucht so einen starken Partner.“

Kritische Gespräche in Washington für Syrien
„Kritische Gespräche in Washington für Syrien“ titelt die Zeitung Radikal. Im Detail heißt es, dass Außenminister Ahmet Davutoğlu gegen die Krise in Syrien eine neue Initiative in Angriff genommen hat. Beim USA-Besuch in der kritischen Phase habe Davutoğlu in Washington wichtige Gespräche geführt. Der Außenminister habe an der George Washington Universität eine Rede gehalten. Am Montag werde Davutoğlu mit seiner Amtskollegin Hillary Clinton sowie mit dem Verteidigungsminister Leon Panetta und Thomas Danilon, dem Nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten zusammen kommen.

In Homs geht das Massaker weiter: 120 Tote
Sabah schreibt unter der Schlagzeile, „In Homs geht das Massaker weiter: 120 Tote“ dass bei den gestrigen Angriffen der syrischen Armee auf die Stadt Homs 107 Menschen ums Leben gekommen sind. Mit den Operationen in den Städten Damaskus, İdlib und Deir- az Zor sei die Zahl der Todesopfer auf 120 geklettert. Assad verliere seine wichtigsten Verbündeten, jedoch habe der Hisbollah-Führer im Libanon, Hasan Nasrallah Rückendeckung für den syrischen Machthaber gegeben.

Die Türkei übernimmt eine kritische Rolle innerhalb der NATO
„Die Türkei übernimmt eine kritische Rolle innerhalb der NATO“ titelt Zaman. Im Detail berichtet das Blatt, NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen habe denjenigen, die die Rolle der Türkei innerhalb des Verteidigungspakts in Frage stellen wollen, geantwortet. Er habe überhaupt keine Bedenken, dass die türkische Regierung an der NATO festhalten wird, habe der NATO-Chef gesagt. Das Bündnis benötige die Meinung der Türkei, die innerhalb der NATO eine kritische Rolle übernehme, habe Rasmussen weiter gesagt.

Friedensbotschaft von Peres an den Iran
Yeni Şafak schreibt unter der Schlagzeile, „Friedensbotschaft von Peres an den Iran“ dass Israels Staatspräsident Schimon Peres dem Iran friedliche Botschaften gegeben hat. Beide Völker sollten nicht verfeindet sein, habe Peres weiter gesagt.
In seiner Rede anlässlich des 63. Gründungstags des israelischen Parlaments habe Peres folgendes gesagt, „Wir sind nicht als Feinde geboren worden und müssen daher nicht wie Feinde leben.“

Galatasaray Medical Park 68-64 ZSKA Moskau
Aus einer Sportnachricht von Hürriyet erfahren wir über den Sieg von Galatasaray Medical Park gegen ZSKA Moskau in der Türkisch Airlines Euroleague. Beim vierten Spiel in der Gruppe E der Top 16 habe Galatasaray den russischen Vertreter ZSKA Moskau mit 68-64 bezwingt.
Mit diesem Match habe Galatasaray ein Team besiegt, das alle seine 13 Spiele in dieser Saison gewonnen habe.

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