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TV-Tipps des Tages

20.12.2011 – Islam, Neonazi, Terror, Flüchtlinge, Ausländer, Muslime, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Muezzin: Seit der Zeit des Propheten Mohammed folgen gläubige Muslime in aller Welt fünfmal täglich dem Ruf des Muezzins zum Gebet; Fakt ist...! Aus Erfurt; Geheimnisvolle Orte; "Endlich wieder Schule": Ein Flüchtlingskind in Deutschland

Von Dienstag, 20.12.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 19.12.2011, 15:00 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Muezzin
Seit der Zeit des Propheten Mohammed folgen gläubige Muslime in aller Welt fünfmal täglich dem Ruf des Muezzins zum Gebet. Die Dokumentation zeigt, dass es auch in diesem Bereich Wettbewerb gibt.

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Der weltweite Trend zu Talentshows hat auch die Moscheen in der Türkei erreicht. In Städten und Dörfern des ganzen Landes wetteifern Muezzins in Lokalwettbewerben um einen Auftritt beim landesweiten Finale in Ankara.

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Die Dokumentation begleitet die Teilnehmer dieses spannenden Wettstreits um die einmalige Chance, der bekannteste Muezzin des Landes zu werden. In einer Zeit, in der der Islam allzu oft als düster und rigide dargestellt wird, zeigt die Dokumentation die heitere Seite dieser großen Weltreligion und präsentiert die Moschee als einen Ort, an dem sich Gläubige ebenso zu Hause fühlen wie Nicht-Gläubige. 09:10-10:05 • arte

Fakt ist …! Aus Erfurt
Erst poliert, dann lädiert – Das Image Thüringens 2011 – Moderation: Dr. Andreas Menzel und Ines Klein

Gäste u. a.: Bernd Kauffmann, der ehemalige Präsident der Stiftung Weimarer Klassik; Peter Zimmermann, Thüringer Medienstaatssekretär und Regierungssprecher; Bodo Ramelow der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag; Professor Patrick Rössler, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Erfurt

„In Bezug auf Rechtsextremismus hat Thüringen ein Image des Wegschauens und Ignorierens“, meint Bodo Ramelow. Den Vorsitzenden der Landtagsfraktion der Linken ärgert, dass sich Thüringen, wenn etwas Schlimmes passiert ist, eher um sein Image als um die betroffenen Menschen sorge. Trotzdem findet er, dass es richtig war, die Image-Kampagne „Das ist Thüringen“ nach Bekanntwerden der Taten des Terror-Trios erst einmal zu stoppen. Der Thüringer Medienstaatssekretär und Regierungssprecher Peter Zimmermann ist davon überzeugt, dass „einzelne negative Ereignisse eher vorübergehend wirken und Thüringens Image aus den langen Linien seiner Kulturgeschichte entsteht.“ Dagegen urteilt der ehemalige Präsident der Stiftung Weimarer Klassik Bernd Kauffmann: „Ein langweiliges Land wie Thüringen muss Ereignisse schaffen – nicht nur für Bustouristen und Pensionäre ab 68.“ Diese Einschätzung teilt der Kommunikationswissenschaftler Professor Patrick Rössler von der Uni Erfurt. Wichtig sei, dass die Menschen sich selbst ein Bild vom Land machen wollen.

Eine Studie der LEG belegt, dass der Papstbesuch für Thüringen einen messbaren Imagegewinn erbracht hat. Auch mit Luther und der Klassik kann Thüringen im Ausland punkten. Wie sehr beeinträchtigen die jüngsten Ermittlungsergebnisse rund um die rechtsextremistischen Mörder das Thüringen-Bild? Wie kann die Landesregierung den Imageschaden beheben? Was ist Thüringen – und wie sollte man das „verkaufen“? Diese und andere Fragen diskutieren Bernd Kauffmann, der ehemalige Präsident der Stiftung Weimarer Klassik, Peter Zimmermann, Thüringer Medienstaatssekretär und Regierungssprecher, Bodo Ramelow der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag und Professor Patrick Rössler, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Erfurt.

Hintergrundinformationen:
Immer mit dabei ist Ines Klein. Sie ist die „Bürgermoderatorin“ der Sendung. Denn: In „FAKT ist …!“ sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen – über Briefe, E-Mail oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermittelt sie live im Studio an die prominenten Talk-Gäste.

Die Gesprächsleitung wechselt dagegen wöchentlich: Ines Krüger (Magdeburg/Leipzig), Uta Georgi (Dresden) und Dr. Andreas Menzel (Erfurt) präsentieren „FAKT ist …!“ aus dem jeweiligen Sendeort.

„FAKT ist …!“ ist der politische Talk im MDR FERNSEHEN. Das Thema der Woche wird hier diskutiert – kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt, Dresden und Leipzig. 12:30-13:15 • MDR Sachsen-Anhalt

Geheimnisvolle Orte
Der Friedrichstadt-Palast – Berlin Mitte, Friedrichstraße 107 – hier steht eines der größten Varieté-Häuser Europas: Der neue Friedrichstadt-Palast. Das Revuetheater wurde an diesem Ort erst im Jahr 1984 gebaut.

Der damals 120 Jahre alte historische Friedrichstadt-Palast stand nur rund 200 Meter entfernt, er war baufällig und wurde abgerissen.

Markthallen-Zirkus, Revuetheater, Propagandabühne, Show-Palast. Im Laufe der vergangenen 130 Jahre hat der Friedrichstadt-Palast sein Gesicht viele Male gewechselt. Zugleich erlebte der Ort politische Geschichte. Den Ersten Weltkrieg, die „Goldenen Zwanziger“, die Nazizeit und schließlich – zuerst als Zirkus – die Aufbaujahre nach dem Krieg. Nicht zuletzt gehörte der Palast immer auch zur Ideologiegeschichte der DDR.

Der Film von Grimme-Preisträger Lutz Pehnert erzählt von der bewegten Geschichte der schillerndsten Bühne Berlins und blickt dabei auch hinter die Kulissen der aktuellen Produktionen, zeigt die aufwendigen Vorbereitungen zur spektakulären „Yma“-Show und die Menschen, die mit viel Leidenschaft dahinter stehen.

Stars wie Heinz Rennhack und Emöke Pöstenyi kommen zu Wort, langjährige Mitarbeiter erzählen Anekdoten aus der Geschichte des Hauses und der Architekt berichtet von der Arbeit an dem Mammutprojekt, das heute eines der größten Varieté-Häuser Europas ist. 20:15-21:00 • RBB Berlin

„Endlich wieder Schule“
Ein Flüchtlingskind in Deutschland (aus der Reihe „Fortsetzung folgt …“) – Planet Schule

Joseph ist 15 Jahre alt – und ganz allein in Berlin. Vor wenigen Wochen flüchtete er aus seiner afrikanischen Heimat Kenia vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland. Aus Angst um ihn lieh sich Josephs Mutter Geld und unterstützte seine Flucht.

Seitdem hat der Jugendliche keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Dennoch sucht er, so oft er kann, im Internet nach Nachrichten aus der Heimat. Inzwischen wohnt Joseph in einem Wohnheim für minderjährige Flüchtlingskinder – und geht wieder zur Schule. Er weiß, dass es eine große Chance für ihn ist, hier einen guten Schulabschluss zu machen.

Doch dafür muss er zuerst die deutsche Sprache erlernen. Als er vor ein paar Wochen in Deutschland ankam, kannte er kein Wort. Nur noch wenige Wochen bleiben ihm, um den Abschluss zu schaffen. Er arbeitet hart, denn er hat große Angst davor, zurückgeschickt zu werden. Wie lange Joseph in Deutschland bleiben darf, entscheidet die Ausländerbehörde. Dabei ist es nicht unwichtig, wie gut er Deutsch spricht und sich hier eingelebt hat. Wird Joseph seinen deutschen Schulabschluss noch in diesem Jahr schaffen? 07:30-08:00 • SWR BW

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