Türkische Presse Türkei

13.12.2011 – Davutoğlu, Neonazi, Terror, Wirtschaft, China, Türkei, Ausländer

Die Themen des Tages sind: Davutoğlu beurteilt Döner-Morde: Im Interview mit dem “Der Spiegel” beurteilte Außenminister Ahmet Davutoğlu die Neonazi-Mordserie gegen seine in Deutschland lebende Landsleuten. Rumänischer Staatspräsident in der Türkei; Atalay in Doha; Erfolgreiches Wirtschaftswachstum; China-Jahr in der Türkei

Von BYEGM, TRT Dienstag, 13.12.2011, 10:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 13.12.2011, 14:47 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Rumänischer Staatspräsident in der Türkei
Als offizieller Gast von Staatspräsident Abdullah Gül ist der rumänische Staatspräsident Traian Basescu gestern in die Türkei gekommen. Basescu wurde im Palais Çankaya von Staatspräsident Gül zeremoniell begrüßt.

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Nach dem Gespräch zwischen den Delegationen beider Länder unterzeichneten Gül und Basescu ein „Strategisches Partnerschaftsdokument“. In einer gemeinsamen Pressekonferenz brachte Basescu seine Unterstützung für die türkische EU Mitgliedschaft zum Ausdruck. Gül bedankte sich für die rumänische Unterstützung für die türkische EU-Mitgliedschaft.

Atalay in Doha
Der für das Gipfeltreffen in Doha weilende Vizepräsident Atalay nahm an der Eröffnung des Amphitheaters in Doha teil. Dabei führte er ein kleines Gespräch mit der Sheikha Mozah, Gattin des Emirs von Katar.

Er wies darauf hin, dass etwa 7500 syrische Flüchtlinge in der Türkei untergebracht sind, die in Güvecci die Grenze überquerten. Dazu kündigte er das Wohncontainer-Projekt hinsichtlich der Unterkunft für Flüchtlinge aus Syrien.

Davutoğlu beurteilt Döner-Morde
Im Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” beurteilte Außenminister Ahmet Davutoğlu die Neonazi-Mordserie gegen seine in Deutschland lebende Landsleuten. Dabei bekräftigte er, dass jegliche Vorurteile darüber, dass die Türken in Deutschland barbarisch sind, sei gefährlicher als rassistischer Terrorismus.

Ferner bedankte sich Davutoğlu beim Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Entschlossenheit zur Abbau von diesen Vorurteilen. Mit den Berichten über die so genannten „Döner-Morde“ sei der Eindruck entstanden, als würden Döner backende Türken einander umbringen, sagte Ahmet Davutoğlu.

Er kritisierte, dass der rechtsextreme Hintergrund dieser Taten so lange unentdeckt geblieben und stattdessen die Familien der Opfer unter Verdacht gestellt worden sind. Nach den Brandanschlägen von Solingen habe es zwar eine starke Solidarität gegeben. Die aktuellen Neonazi-Morde werden aber vernachlässigt, sagte Davutoğlu. (Türkiye-Milliyet-Hürriyet)

Erfolgreiches Wirtschaftswachstum
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Türkei legte im dritten Quartal um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie die nationale Statistikbehörde TÜIK gestern mitteilte.

Nach Angaben von Staatsminister Ali Babacan werde in 2011 beim Wirtschaftswachstum ein Anstieg über den Prognosen verwirklicht worden. Mit diesem Wachstum werde die Türkei auch in 2012 unter den europäischen Ländern das Land mit der größten Wachstumsrate sein, sagte Babacan.

China-Jahr in der Türkei
Die Veranstaltungen für das China-Jahr 2012 starteten gestern in Ankara mit der Eröffnung einer Ausstellung der chinesischen Künstler. In der Ausstellung „Seidenstraße von der Sicht der Berühmten Chinesischen Künstler“ werden Werke von 50 chinesischen Künstler zur Schau gestellt. Kultur und Tourismusminister Ertuğrul Günay hat auch an der Eröffnung teilgenommen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Wir unterstützen eure EU-Mitgliedschaft
Sabah berichtet unter der Schlagzeile „wir unterstützen eure EU-Mitgliedschaft“, der zu einem offiziellen Besuch in der Türkei weilende rumänische Staatspräsident Traian Basescu habe erklärt, Rumänien unterstütze eindeutig und zweifelsohne die EU-Mitgliedschaft der Türkei. Staatspräsident Abdullah Gül seinerseits habe die aufrichtige Unterstützung von Rumänien begrüßt und sich bedank. Ferner schreibt das Blatt die beiden Staatspräsidenten hätten das türkisch-rumänische strategische Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.

Türkei ist im unerwarteten Wachstum auf dem weltweit zweiten Platz
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „Türkei ist im unerwarteten Wachstum auf dem weltweit zweiten Platz“, die türkische Wirtschaft habe alle Prognosen übertroffen und ihr Wachstum fortgesetzt. Jüngsten Angaben der Türkischen Statistikbehörde zufolge sei im dritten Quartal des laufenden Jahres das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres um 8,2 Prozent gestiegen. Mit dieser Quote habe die Türkei mit ihrem Wachstum im dritten Jahresquartal nach China den zweiten Platz belegt. Wirtschaftsexperten würden der türkischen Wirtschaft eine Wachstumsrate von etwas mehr als 8 Prozent prognostizieren, heißt es weiter in dem Blatt.

Gratulationsbotschaft von China für China-Jahr
Aus Star erfahren wir unter der Schlagzeile „Gratulationsbotschaft von China für China-Jahr“, der chinesische Staatspräsident Hu Jintao habe Staatspräsident Abdullah Gül anlässlich des am 12.12.2011 begonnenen „China-Jahres in der Türkei eine Gratulationsbotschaft geschickt. In seiner Botschaft habe Hu Jintao vermerkt, in einer Periode der 40 jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und China gratuliere er Staatspräsident Gül zum Beginn des China-Jahres. Gül habe in seiner Antwort betont, das gegenseitige Türkei-Jahr und China-Jahr werde dem weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen beitragen. Dem Blatt zufolge werde 2013 in China als „Türkei-Jahr“ gefeiert.

Türkei als Vorbild
Hürriyet berichtet, die russische Leningrad Region nehme die organisierten Industriegebiete in der Türkei als Vorbild. Der stellvertretende Gouverneur der Leningrad Region sowie der Vorsitzende der Handels- und Industriekammern Rashid Ismagilow habe dem Vorsitzenden der Industriekammer von Ankara Nurettin Özdebir gesagt, das organisierte Industriegebiet in Ankara sei sehr beeindruckend. Zur Errichtung eines Industriegebietes in der Leningrad Region habe Ismagilow um Hilfe gebeten. Die ersten Schritte für eine Zusammenarbeit seien unternommen worden, schreit Hürriyet weiter.

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