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Statistik

1 034 politisch rechts motivierte Straftaten im Juni 2011

Im Juni 2011 wurden bislang 1 034 Straftaten dem Phänomenbereich „politisch motivierte Kriminalität – rechts“, 442 links und 40 Straftaten Ausländern zugeordnet. Das teilt die Bundesregierung mit.

Montag, 29.08.2011, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 30.08.2011, 23:59 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im Juni 2011 wurden insgesamt 1 034 Straftaten des Phänomenbereichs „politisch motivierte Kriminalität (PMK) – rechts“ registriert, von denen 68 Gewalttaten waren. Bei 200 Straftaten lag eine sog. „Hasskriminalität“ vor und bei 122 Straftaten konnte ein fremdenfeindlicher Hintergrund festgestellt werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

66 verletzte Personen
Insgesamt wurden bei PMK-rechts „600 Tatverdächtige, davon 564 männlich, ermittelt und 33 männliche Personen festgenommen. Gegen zwei Männer wurde Haftbefehl erlassen“, so die Bundesregierung. Weiter teilt sie mit, dass infolge dieser Straftaten insgesamt 66 Personen verletzt wurden.

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Im Ländervergleich lag Nordrhein-Westfalen in diesem Phänomenbereich mit insgesamt 213 Straftaten, gefolgt von Niedersachsen (126), Berlin (116), Sachsen (101) und Bayern (99) mit Abstand an der Spitze. Das Flächenland mit den wenigsten Straftaten war das Saarland (6).

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Linke und Ausländer
Wie aus einer weiteren Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP hervorgeht, wurden im selben Zeitraum außerdem 442 Straftaten gemeldet, die dem Phänomenbereich „politisch motivierte Kriminalität – links“ zugeordnet wurden; 276 davon ereigneten sich bei Konfrontationen gegen Rechtsextremisten bzw. der Polizei.

Bei Ausländern wurden insgesammt 40 Straftaten registriert, von denen elf Gewalttaten waren. Die Quote der Tatverdächtigen unter Ausländern beträgt, gemessen an den registrierten Straftaten, 62,5 Prozent. Im Phänomenbereich PMK-links beträgt diese Quote 79 Prozent und bei PMK-rechts 58 Prozent.

Zahlen nur vorläufig
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die aufgeführten Zahlen keine abschließende Statistik darstellen. Aufgrund von Nachmeldungen könnten noch teilweise erhebliche Korrekturen vorgenommen werden. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die realen Straf- und Gewalttaten um ca. 50 Prozent höher als die vorläufig ausgewiesenen liegen. (hs)

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