TV-Tipps des Tages

03.03.2011 – Ausländer, Marokko, Terror, Sarrazin, Vietnam, Pakistan

Die TV-Tipps des Tages sind: Karambolage; Anna, Schmidt & Oskar; ausland kompakt; Mythos Gorbatschow; Tatort - Platt gemacht; Das verwundete Land; Mein Papa räumt die Minen weg; Vietnams schwimmende Dörfer

Von Donnerstag, 03.03.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 02.03.2011, 12:33 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Karambolage
Themen u.a.: Der Gegenstand: „Tesbih“; Die Lautmalerei: „Tür zuschlagen“; Der Ausdruck: Corneille-Wahl.

Der Gegenstand: Tonguc Baykurt ist Türke und lebt in Hamburg. Er ist Drehbuch-Autor. Er stellt uns einen sehr persönlichen Gegenstand vor, den er stets bei sich trägt: Sein „Tesbih“.

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Die Lautmalerei: Wie sagen die Deutschen, wenn Sie eine Tür zuschlagen, und wie sagen die Franzosen?

Der Ausdruck: Franzosen stehen manchmal vor einer „choix cornélien“, einer Corneille-Wahl. Jeanette Konrad erzählt uns, was dieser Ausdruck bedeutet. (06:45 – 07:00, arte)

Anna, Schmidt & Oskar
Deutsch für ausländische Kinder – Die Reihe ist in erster Linie für Kinder von Aussiedlern und ausländischen Arbeitnehmern bestimmt. Sie orientiert sich an dem fakultativen Curriculum „Begegnung mit einer Fremdsprache in der Grundschule“. (07:00 – 7:15, BR)

ausland kompakt
Marokko – Strom aus der Wüste – Magazin (Politik – Politik Ausland) (09:15 – 9:30, ZDFinfokanal)

Mythos Gorbatschow
Der traurige Held der Perestroika Film von Ignaz Lozo – Dokumentation (Gesellschaft -Zeitgeschichte allgemein) – Anlässlich des dann 80. Geburtstages von Michail Gorbatschow. Vor 26 Jahren begann in Moskau eine Politik, die die Welt veränderte: Perestroika – auf deutsch: Umgestaltung. Untrennbar mit dem Begriff verbunden ist der Name Michail Gorbatschow. Gorbatschow gelangte am 11. März 1985 als Generalsekretär der KPdSU an die Spitze der damaligen Weltmacht Sowjetunion. Seine erklärten Ziele waren, den Sozialismus, die UdSSR sowie den Ostblock insgesamt zu stärken. Aber es kam ganz anders: am Ende seiner sechseinhalbjährigen Amtszeit standen die Einführung des Kapitalismus in Russland sowie der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Auflösung des Ostblocks. Gorbatschow, im Westen gefeiert und zum Mythos gemacht, wird in seiner Heimat verachtet und gehasst, ein trauriger Held. Dramatischer Höhepunkt der Perestroika-Zeit war der Putsch kommunistischer Hardliner im August 1991 gegen Michail Gorbatschow. Damals hielt die Welt den Atem an. Gorbatschow wurde in diesen drei Tagen Zeit von den Putschisten isoliert, in seinem Urlaubsdomizil in einer Villa in Foros am Schwarzen Meer. Bilder von dort sind erstmals im ZDF zu sehen. (20:15 – 21:00, ZDFinfokanal)

Tatort – Platt gemacht
Fernsehfilm – Rhenania e.V. hat Probleme: kann man nicht einfach mal einen lustigen Karneval feiern, ohne andauernd von Problemen belästigt zu werden? Nicht genug, dass die Vereinskasse nicht unter den Rettungsschirm passt und wikileaks droht, alle Kassenberichte der letzten 25 Jahre ins Internet zu stellen, jetzt verschwindet auch noch die FDP in irgendeinem Orkus – einer der zuverlässigsten Gag-Lieferanten überhaupt. Worüber soll man noch lachen? Über das Wutbürgertum von Stuttgart bis Gorleben, über Gutti und Stephanie mit Johannes B. in A.? Über den größten Integrationsgewinnler Sarrazin mit seiner Millionen-Auflage und die andauernden Terrordrohungen?

Nach glühweingetränkten nächtlichen Vereinssitzungen fiel der einstimmige Beschluss: Lachen ist gesund und der billigste Beitrag zur Gesundheitsreform. Geht doch! Amerikas Westküstenmetropole ist auch die Stadt der Strände. Von Malibu bis Long Beach sind es 115 Kilometer. Platz genug für Entspannung zwischen dem Erkundungs- Trip durch die 17-Millionen-City. (20:15 – 21:40, WDR)

Das verwundete Land
Pakistan nach der Flut Film von Peter Kunz – Dokumentation (Politik – Politik Ausland) – In Teilen Pakistans ist der harsche Winter eingebrochen, auch da, wo hunderttausende Menschen nach der zerstörerischen Flut im August noch kein festes Dach über dem Kopf haben. Hilfsorganisationen warnen vor Hunger und Durst, sobald die Versorgung aus Spendengeldern zur Neige geht. Im Eiltempo werden winterfeste Behausungen für die obdachlos gewordenen Menschen entlang des Indusflusses gebaut. Pakistan bleibt ein Land vor dem Untergang, auch nachdem der Strom sich wieder weitgehend in sein Bett zurückgezogen hat.

Der politisch instabile Staat ist durch die leidvollen Folgen des Monsuns zusätzlich angeschlagen. Ein grosser Teil der Infrastruktur muss wiederaufgebaut werden. Hunderte Kilometer Straße wurden weggeschwemmt. Pakistanische Behörden und Institutionen werden mit dieser Situation allein nicht fertig. Sie bleiben auf internationale Hilfe angewiesen. Durch die ausführliche ZDF-Berichterstattung während der Jahrhundertflut und Sondersendungen mit Spendenaufrufen kamen mehr als 30 Millionen Euro zusammen, die nun für Versorgung und Wiederaufbau verwendet werden. Der Südasienkorrespondent des ZDF, Peter Kunz und sein Team, sind noch einmal in die Orte der Verwüstung gefahren. (22:15 – 22:45, ZDFinfokanal)

Mein Papa räumt die Minen weg
Aus der Reihe „Gott und die Welt“ – Greta Masche ist sieben Jahre alt. Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat das Mädchen aus Berlin im Ausland verbracht, in Ländern, die für die meisten von uns wohl kaum als Urlaubsziel in Frage kommen. Warum? Ihr Vater Frank ist Minenräumer.

Seit fast 20 Jahren arbeitet er für Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt. Immer dort, wo er am meisten gebraucht wird, um die tödlichen Reste der Kriege wegzuräumen: damit Bauern auf ihre Felder und Kinder in ihre Schulen zurückkehren können – und damit Familien wieder eine Zukunft haben.

Frank Masche hat selbst Familie: Anja, seine Frau, und die Kinder Greta und Erik. Als er vor vier Jahren in den Libanon geschickt wurde, hat er sie mitgenommen; denn das Land galt als relativ sicher. Doch nur eine Woche nach der Ankunft befand sich die junge Familie mitten im Krieg. Ein einschneidendes Erlebnis, das die Masches zusammengeschweißt hat. Nach dem Libanon folgte ein Einsatz in Sri Lanka. (00:00 – 00:30, EinsExtra)

Vietnams schwimmende Dörfer
Dokumentation (Gesellschaft – Alltagskultur) – Touristenmagnet und Elendsquartier – Film von Petra Schulz – Die „Bucht des herabsteigenden Drachen“, die 1.500 Quadratkilometer große Halong-Bucht im Chinesischen Meer, gehört zu den atemberaubendsten Landschaften der Erde – ein enges Labyrinth aus Wasserwegen, kleinen Inseln, bizarren Kalksteinfelsen und geschützten Grotten. Mehr als 300 Fischerfamilien leben in der Bucht. Seit die UNESCO die Bucht 1994 zum Weltnaturerbe erklärt hat, ist das Siedeln auf den Inseln verboten.

So leben die Familien auf hölzernen Hausbooten. Die Wasserdörfer liegen in geschützten Buchten in der Nähe großer Grotten, in die die Bewohner sich zurückziehen können, wenn ein Taifun aufkommt. Die Boat People in der Halong Bucht waren immer arm, aber sie haben sich arrangiert. Fischfang und Perlenzucht sichern ihnen ein geringes Einkommen – ebenso wie die Tagestouristen, die die Region besuchen. Auch in Haiphong leben Menschen in schwimmenden Dörfern, sie aber stehen vor großen Problemen: Im durch den Hafen und Fabriken verschmutzten Wasser des Flusses gibt es immer weniger Fische. Außerdem gehören viele zur Minderheit der Christen und wollen sich als solche nicht der vietnamesischen Zwei-Kind-Politik unterordnen. (04:05 – 04:35, 3sat)

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