Türkische Presse Europa

19.03.2010 – Islamkonferenz, Sigmar Gabriel, Auslandstürken, Visum

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen räumen SPD-Chef Sigmar Gabriels Treffen mit türkischen Journalisten großen Raum ein. Außerdem ist die Islamkonferenz Top-Thema. Weitere Themen sind: Moscheekontrollen, Ministerium für Auslandstürken und die Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht.

Samstag, 20.03.2010, 8:03 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25.08.2010, 0:04 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Islamkonferenz
Die Frage, ob die islamischen Religionsgemeinschaften im Koordinationsrat der Muslime (KRM) an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) teilnehmen beschäftigt die türkische Tagespresse. Die HÜRRIYET lässt den neuen Vorsitzenden des Zentrums für Türkeistudien, Prof. Dr. Haci Halil Uslucan zu Wort kommen, der die Islamkonferenz als ein Prozess bezeichnet habe und die aktuellen Diskussionen zeigten, dass die Islamkonferenz nicht erfolglos sei. Die ZAMAN kommentiert das „Ob“ der Teilnahme aus der Sicht der DITIB als eine historische Entscheidung und meint, dass am Ende hoffentlich alles gut wird.

Sigmar Gabriel (SPD)
TÜRKIYE, HÜRRIYET, SABAH, MILLIYET und schließlich auch ZAMAN räumen den Worten Sigmar Gabriels (SPD) breiten Raum ein. Gabriel habe sich in Berlin mit türkischen Journalisten getroffen und sich für die Abschaffung der Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht ausgesprochen. Außerdem habe er den Sprachnachweis vor dem Familiennachzug heftig kritisiert und es als „ein Fehler“ bezeichnet. Schließlich habe er sich für das kommunale Wahlrecht auch für Nicht-EU-Ausländer ausgesprochen.

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Die TÜRKIYE kommentiert Gabriels Annäherung an die Türken als Wiedergutmachungsversuch. Die ZAMAN zitiert Gabriel, der gesagt habe, dass man die Herzen der Türken wiedergewinnen müsse.

Auslandstürken
ZAMAN Kolumnist Ismail Kul geht heute auf die Istanbuler Konferenz der Türkei zur Gründung des Ministeriums für Auslandstürken ein. Dort waren auch türkischstämmige Parlamentarier aus Deutschland eingeladen. Viele waren der Einladung nicht gefolgt und diejenigen, die dort waren, hätten in Deutschland die Veranstaltung und die türkischen Töne kritisiert. Hierzu meint Kul, dass diese Parlamentarier bis zu ihrer Wahl Türken seien, da sie insbesondere von den türkischstämmigen Wählern Unterstützung einforderten und nach ihrer Wahl Deutsche. Anders sei deren Haltung nicht zu erklären. Kul könne nichts schlimmes an dieser Einladung erkennen, da die türkischstämmigen Parlamentarier nun einmal auch eine Brückenfunktion erfüllten. Am Ende meint Kul aber, dass man die Äußerungen der hiesigen türkischstämmigen Politiker angesichts des derzeitigen politischen Klimas gegenüber Türken und der Türkei aber nachvollziehen könne.

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