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Türkische Presse Europa

02.01.2010 – Sprachtest, Visum, Moschee, Drohung

Die türkischsprachige Presse vom Samstag berichtet über Probleme bei der Familienzusammenführung. Außerdem werden die Berichte zur Moschee in Duisburg-Marxlog aufgegriffen und über die Drohungen gegenüber der Zentrumsmoschee in Hamburg berichtet.

Montag, 04.01.2010, 8:06 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:41 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Kein Visum trotz bestandenem Sprachtest
Die ZAMAN berichtet über den Fall einer jungen Familie, der trotz bestandenem Sprachtest noch immer keine Familienzusammenführung gewährt wird. Ö.Y. aus Duisburg hat schon 2006 mit der Türkin P.Y. geheiratet. 2007 hat die Ehefrau einen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt, der jedoch 2008 abgelehnt worden sein.

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Danach sei auch noch die Voraussetzung des Sprachtests eingeführt worden, auch diesen bestand P.Y. Dennoch lehnte das Deutsche Konsulat in Izmir die Familienzusammenführung ab. Grund war, dass es die Ehe der Familie Y. als Scheinehe bewertete. Daraufhin erhoben die Betroffenen nun Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Der Ehemann Ö. stellte heraus, dass er seit zehn Jahren nun ununterbrochen in Deutschland arbeite und sich nicht erklären könne, woraus die Behörde ihre Zweifel begründet. Bisher hätte er über 12 Tausend Euro aufgewendet, um seine Ehefrau die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen.

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Duisburger Moschee wehrt sich gegen Vorwürfe
ZAMAN und MILLIYET berichten von einer Pressekonferenz der Ditib-Moschee in Duisburg-Marxloh. Nach dem Ausscheiden des Pressesprechers und dem Rücktritt des Vorsitzenden sei die Gemeinde in der deutschen Presse zur Schielscheibe geworden. Gegen die Berichte wehrte sich der neue Vorsitzende mit dem Vorstand in einer Pressekonferen. Der neue Vorsitzende Muhammed Al bezeichnete dabei die Aussagen des SPD-Abgeordneten Johannes Pflug, die in der Presse zitiert worden sind, als parteiisch. Man werde Pflug in Kürze in die Moschee einladen, um die Missverständnisse auszuräumen.

Drohungen gegen Hamburger Zentrumsmoschee
SABAH und ZAMAN berichten über die Drohungen gegenüber der Zentrumsmoschee, diese anzuzünden, sollte vom Minarett zum Gebet gerufen werden. Die Gemeinde erhielt ein anonymes Schreiben, in dem ihr angedroht wurde, die Moschee zu verbrennen, sollte öffentlich der Gebetsruf erfolgen. In dem Schreiben werde darauf verwiesen, dass es in letzter Zeit zu Bränden in Hamburg gekommen sei. Bis die Muslime mit ihrem Kamelgestank Europa verlassen haben, werde man alle verbrennen, wurde in dem Schreiben gedroht. Der Vorsitzende des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Hamburg, Ramazan Ucar, zeigte sich bestürzt über die Drohungen. Ucar warf manchen Politikern vor, mit ihren Polemiken gegenüber Muslimen, solch einer Haltung vortrieb zu geben.

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