Türkische Presse Europa

19.12.2009 – Minarett, Türkischunterricht, Aleviten

In der türkischsprachigen Presse von Samstag wird von der Ablehnung einer Minarett-Verbotsinitiative im Kölner Stadtrat berichtet. Außerdem ist der Weg für die Fortführung des muttersprachlichen Unterrichts offen und Aleviten haben in Köln zum Fastenbrechen eingeladen.

Montag, 21.12.2009, 10:54 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:40 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Kölner lehnen Minarett-Verbot ab
Der Kölner Stadtrat hat den Vorstoß von ProKöln für ein Minarett-Verbot in Köln abgelehnt. Die Rechtsextreme ProKöln forderte in einem Antrag das Verbot von Minaretten. Dies wurde jedoch von allen anderen Parteien im Stadtrat abgelehnt, berichte ZAMAN und MILLIYET. ProKöln behauptete, Minaretten würden Juden und Christen diskriminieren.

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Türkischer muttersprachlicher Unterricht gerettet
Nach einem Bericht von MILLIYET, HÜRRIYET und SABAH hat der Bundesrat den Weg für die Fortführung von muttersprachlichem Unterricht in Türkisch wieder geöffnet. Mit einer Neuregelung sollen Türkisch-Lehrer auch nach 2010 weiterhin tätig bleiben können. Die vom türkischen Konsulat gestellten Türkisch-Lehrer hätten mit Ende des Jahres sonst nicht mehr beschäftigt werden können.

Muharrem Fastenbrechen in Köln
Zahlreiche Teilnehmer nahmen am Iftar der Alevitisch-islamischen Vereinigung Deutschland (Almanya Alevi Islam Birligi – AAIB) teil, berichte HÜRRIYET und MILLIYET. Eingeladen zu dem Fastenbrechen hatte der Vorsitzende der AAIB, Alisan Hizli. Hizli kritisierte auf dem Fastenbrechen die Aussagen mancher Alevitischen Führer, die das Alevitentum außerhalb des Islams positionieren. Hizli verwies darauf, dass die Aleviten an die Glaubensgrundsätze des Islams glauben. Manche Rechte, die ihnen bisher als Aleviten vorenthalten wurden, müssten diesen jedoch endlich gegeben werden. In der Türkei müssten die Aleviten in der Religionsbehörde Diyanet ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend anerkannt und Cem-Häuser den Moscheen gleichgestellt werden. Das Alevitentum dürfte jedoch nicht für politische Zwecke missbraucht werden.

Erinnerungsveranstaltung für die Opfer von Schwandorf
In einer Erinnerungsveranstaltung in der Schwandorfer Moschee und den Kirchen wurde an die vier Opfer der Brandstiftung von Schwandorf vom 17. Dezember 1988 gedacht. An den Veranstaltungen nahmen neben dem Bürgermeister und Religionsgemeinschaftsvertretern auch zahlreiche Gäste teil. Eine Gruppe Neo-Nazis hätte nach Aussage der TÜRKIYE versucht, die Gedenkveranstaltungen zu verhindern. Dies wurde jedoch von Polizeikräften verhindert.

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