Türkische Presse Europa

20. und 21.09.2009 – Ramadan, Muslime, Bundestagswahl

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen berichten ausführlich über Grußbotschaften deutscher Politiker anlässlich des Ramadan-Festes. Außerdem gibt es Artikel zur bevorstehenden Bundestagswahl 2009 sowie einzelne Artikel zu Integrations- und Migrationsthemen.

Montag, 21.09.2009, 17:37 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 20:27 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |   Drucken

20.09.2009

Horst Köhler: Wir müssen uns besser kennenlernen
Einer Meldung der MILLIYET zufolge hat Bundespräsident Horst Kohler zum Ende des Fastenmonats Ramadan zum Ramadan-Fest gratuliert. “Das gemeinsame Feiern ist eine gute Gelegenheit, einander noch besser kennen zu lernen und Unsicherheiten und Fremdes zu überwinden. Je mehr wir voneinander erfahren, um so mehr können wir auch voneinander lernen.“, so Köhler.

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Schon zum Iftar während des Ramadan hätten viele Muslime auch ihre nichtmuslimischen Nachbarn, Freunde und Bekannte eingeladen, was ein ermutigendes Zeichen dafür sei, dass der Glaube so über die Grenzen hinweg Freundschaften und Verbindungen entstehen lasse. Muslime in Deutschland seien ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft geworden.

Grußbotschaften zum Ramadan-Fest
Die CDU-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft habe Muslimen ebenfalls einen gesegneten Ramadan-Fest gewünscht. In einer gemeinsamen Erklärung hätten Frank Schira, Aygül Özkan und Bettina Machaczek gesagt, dass das Ende des Fastenmonats für Muslime auch eine spirituelle Bedeutung habe. Es bedeute ein Neuanfang im Leben der Gläubigen. Das Zuckerfest solle dazu dienen, Freundschaften zu bekräftigen und Feindschaften zu begraben, berichtet die MILLIYET.

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet, so die MILLIYET, habe seine Grußbotschaft in türkisch formuliert. Ähnlich wie vor dem Ramadanfest werde auch im Christentum vor dem Osterfest gefastet, indem man auf bestimmte Dinge verzichtet. Viel wichtiger sei aber: „Wir sind uns gar nicht so fremd, wie wir immer denken.“

SPD: Union hat das es verhindert, CDU: Zunächst die Staatsbürgerschaft
Unter dieser Überschrift berichtet die TÜRKIYE über eine Diskussionsveranstaltung in Berlin, an der unter anderem Politiker der SPD und der CDU teilgenommen haben. Während die SPD sich erneut für das kommunale Wahlrecht ausgesprochen habe und für das Scheitern die Union verantwortlich gemacht habe, habe die CDU bekräftigt, dass für das Wahlrecht die Staatsbürgerschaft Voraussetzung und wichtig sei.

Die Zukunft Deutschlands könnte eine türkische Frau bestimmen.
Grünen Chef Cem Özdemir hat auf türkischstämmige Politiker aufmerksam gemacht und betont, dass der derzeitige Stand bedeutend sei. Es sei kein Traum, dass künftig eine türkischstämmige Frau die Politik der Bundesregierung mitbestimmt. 1994, als er Abgeordneter wurde, sei die Zahl türkischstämmiger Politiker verschwindend gering gewesen. Heute habe man Özil‘s, Tasci‘s, Musiker und sogar türkischstämmige Politiker in der CDU.

Hakenkreuze auf Wahlplakaten türkischer Kandidaten
In Schleswig Holstein, so die HÜRRIYET, haben Rechtsextremisten Wahlplakate der türkischstämmigen Yildiz Yüce (Die Grünen) mit Hakenkreuzen beschmiert. Während die Grünen die Schmierereien verurteilt hätten, habe Yüce angekündigt, sich künftig noch mehr einzusetzen.

Türkischstämmige Kandidaten über die Bundestagswahlen
Die MILLIYET räumt einer Radio-Diskussion Raum ein, in der Dagdelen (Die Linke), Mutlu (Die Grünen), Özoguz (SPD), Arslan (CDU) und Pürsün (FDP) über die bevorstehenden Bundestagswahlen diskutiert hätten. Dabei hebt die MILLIYET die Forderung nach einem Integrationsministerium des FDP Kandidaten Yanki Pürsün hervor.

Die Zukunft gemeinsam wählen
Die HÜRRIYET fasst die Zukunftspläne fünf türkischstämmiger Politiker aus Hamburg zusammen, die erklärt hätten, was sie im Falle ihrer Wahl vorhaben. Während Hamiyet Köse und Irfan Cüre (Die Linke) sich gegen Diskriminierung und gegen das mehrgliedrige Schulsystem ausgesprochen haben, legt David Erkalp (CDU) seinen Schwerpunkt auf Sport und Wirtschaft. Die SPD hingegen (Aydan Özoguz und Metin Hakverdi) betonen, dass Migranten ein Teil der hiesigen Gesellschaft sind und daher die gleichen Chancen haben müssen.

Nach Hessen auch ein Integrationsgipfel in Bremen
Unter dieser Überschrift kündigen die MILLIYET und SABAH über den geplanten Integrationsgipfel in Bremen, an der Politiker, Medien und Vereinsvertreter teilnehmen sollen, die Integrationsarbeit machen.

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