Türkische Presse Europa

20.06.2009 – EU-Mitgliedschaft, Zwangsheirat, Facebook

In der türkischen Presse in Europa kritisiert Gerhard Schröder die Ablehnung Merkels und Sarkozys gegenüber die EU-Mitgliedschaft der Türkei. Derzeit finden in Istanbul Berlin-Tage statt, die die Bundeshauptstadt in der Türkei bekannter machen sollen. Darüberhinaus wollen die Familienminister zwangsverheirateten Frauen im Ausland helfen.

Sonntag, 21.06.2009, 21:57 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 19:31 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Haltet die Türkei nicht hin
Mit diesen Worten warnt der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder in der TÜRKIYE, HÜRRIYET und MILLIYET Deutschland und Frankreich davor, der Türkei weiterhin eine privilegierte Partnerschaft anzubieten, statt einer EU-Vollmitgliedschaft. Sie müssten dies sonst irgendwann bereuen. Wenn Europa eine Brücke zur islamischen Welt aufbauen wolle, dann gehe das nur mit der EU-Vollmitgliedschaft der Türkei.

Lichterkette gegen Diskriminierung
Die MILLIYET, TÜRKIYE, SABAH und HÜRRIYET berichtet von einer Aktion zweier Österreicherinnen gegen Diskriminierungen in Österreich. Die beiden gründeten auf dem sozialen Netzwerk Facebook eine Gruppe mit dem Titel „Es ist Zeit für eine Lichterkette“ und sammelten über 11 Tausend unterstützer. Davon kamen dann auch tatsächlich 3500 zu einer Kundgebung gegen Diskriminierung und Rassismus vor dem österreichichem Parlament in Wien.

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Berlin-Tage in Istanbul
Die TÜRKIYE berichtet von den Berlin-Tagen in Istanbul. Im Rahmen dieser Tage wird die Hauptstadt in Istanbul vorgestellt. Zu Gast in der Stadt ist auch der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. Mit diesen Tagen soll die Bundeshauptstadt im 20. Jahr ihrer Städtepartnerschaft in Istanbul besser bekannt gemacht werden.

Metropol FM feiert 10-jähriges Jubiläum
Seit 10 Jahren sendet nun der türkischsprachige Radisender Metropol FM in Berlin, Ludwigshafen, Mannheim, Wiesbaden, Stuttgart und Koblenz. Zu der Jubiläumsfeier in Berlin wird auch SPD-Chef Müntefering erwartet, berichtet die SABAH.

Familienminister wollen Zwangsverheirateten Rückkehr nach Deutschland erleichtern
Davon berichtet die SABAH in einem kurzen Beitrag. Danach hätten sich die Familienminister der Länder darauf geeinigt, im Ausland zwangsverheirateten Frauen die Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen. Es wurde zwar wieder festgestellt, dass es keine gesicherte Daten über mögliche Zwangsehen in Deutschland gebe, die Bundesregierung wolle aber für 2010 einen wissenschaftlichen Bericht vorlegen.

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