AAMEE

Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Im Rahmen des Projekts AAMEE (Active Ageing of Migrant Elders across Europe) wird eine europaweite Broschüre von Beispielen guter Praxis zum Aktiven Altern älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte veröffentlicht. Mit der Broschüre soll die Vielfalt der Projekte, Initiativen und Dienstleistungen gezeigt und wertgeschätzt, das Engagement für und von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gefördert und das politische und gesellschaftliche Umfeld für jenes Engagement sensibilisiert werden.

Samstag, 06.06.2009, 7:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 04.09.2010, 1:08 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Initiativen, Projekte und Organisationen sind dazu aufgerufen, bis Ende Juni 2009 ihr Good-Practice-Beispiel für die Broschüre einzureichen. AAMEE ist ein gemeinsames Projekt des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW und der Europäischen Kommission. Der Fokus von AAMEE liegt auf dem ehrenamtlichen Engagement sowie der Entwicklung von neuen kultursensiblen Produkten und Dienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, Pflege, Bildung, Freizeit, Kultur und Marketing.

„Die Bewältigung des demografischen Wandels stellt eine große Herausforderung für die Europäische Union dar und ist ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung“, heißt es in der Projektbeschreibung. Innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte werde der Anteil der jüngeren Menschen an der Gesamtbevölkerung signifikant kleiner, der Anteil älterer Menschen zwischen 65 und 79 Jahren hingegen sei gestiegen. „In einigen Ländern sind ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bereits als wichtige neue Zielgruppe identifiziert worden“, so das Ministerium. In vielen europäischen Staaten könne davon jedoch noch keine Rede sein. Besondere Herausforderungen für die jeweils vorherrschenden Pflege- und Kultursysteme betreffe die Öffnung von Angeboten und Diensten für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte mit ihren unterschiedlichen kulturellen, ethnischen, religiösen und sprachlichen Hintergründen.

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Im Rahmen des Projekts AAMEE wird zudem ein Good-Practice Austauschprogramm organisiert. Die Austauschprogramme werden im Zeitraum von April bis Juni 2009 als Workshops von jeweils zweieinhalb Tagen bei den Gewinnern des AAMEE Good-Practice Wettbewerbs jeweils in Hannover, Paderborn und Mannheim durchgeführt. Teilnehmen können Migrantenselbstorganisationen, Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen, Stiftungen, gemeinnützige Vereine, Verbände und andere Organisationen der Freiweilligenarbeit, die sich für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte engagieren. Aufgerufen sind Freiwilligenorganisationen aus allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

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