Der Entwicklungsetat soll 2027 auf 9,469 Milliarden Euro sinken – knapp 600 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr. Finanzminister Klingbeil spricht von harten Entscheidungen, Hilfsorganisationen und UN-Organisationen warnen vor schwindender Glaubwürdigkeit. Von Gundula Haage
Deutschland wollte in den UN-Sicherheitsrat zurückkehren – und scheiterte. Viele Staaten sehen in Berlin keinen verlässlichen Hüter des Völkerrechts mehr, sondern selektive Moral. Von Kiflemariam Gebre Wold
Beim „International Migration Review Forum“ in New York zeigte sich ein tiefer Konflikt in der globalen Migrationspolitik. Während Europa und die USA oft über Kontrolle sprechen, betonen Staaten des Südens Arbeitsrechte, Regularisierung und geteilte Verantwortung.
Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.
Mehr als 200.000 Menschen sind vor dem Krieg Israels aus dem Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten sind Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren und jetzt in ihre Heimat zurückkommen.
Die UN nennt den transatlantischen Sklavenhandel das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die USA stimmen dagegen – und zeigen damit, wie schnell historische Verantwortung endet, sobald aus Erinnerung politische Folgen werden. Von Dr. Marc Ntouda
Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek
Mehr als 3.600 Aktionen setzen in Deutschland ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus – so viele wie nie zuvor. Doch während das Engagement wächst, nehmen auch Druck, Störungen und Angriffe auf antirassistische Arbeit zu. Von Lukas Philippi
Mindestens 7.667 Menschen sind 2025 laut den UN auf Migrationsrouten weltweit gestorben oder gelten als vermisst – weil sichere Fluchtwege fehlen. Statt Schutz zu schaffen, treibt die Abschottungspolitik verzweifelte Geflüchtete in die Hände von Schleppern.
Tötungen, Folter, sexuelle Gewalt und Menschenhandel: Migranten und Geflüchtete müssen in Libyen mit dem Schlimmsten rechnen. Ein UN-Bericht legt die Brutalität offen – und wie EU-Politik daran mitwirkt.