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Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

Altmaier

Firmen sollen mehr Flüchtlinge einstellen

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat deutsche Unternehmen aufgefordert, zur Fachkräftesicherung das Potenzial von Geflüchteten zu nutzen. Hauptprobleme sind Qualifikationsnachweise und mangelnde Sprachkenntnisse.

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In der Diakoniestation Elbgemeinden bereitet eine Mitarbeiterin Mediakemente vor. © Diakonie/Annette Schrader

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die deutsche Wirtschaft aufgefordert, mehr offene Stellen mit Flüchtlingen zu besetzen. „Unternehmen sind gut beraten, das Potenzial von Geflüchteten zur Fachkräftesicherung zu nutzen“, sagte Altmaier dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Das Ziel sei, „möglichst viele Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, betonte der Minister anlässlich des Jahrestreffens der sogenannten „Willkommenslotsen“ der Bundesregierung am Montag in Berlin.

Die Lotsen stünden den Unternehmen bei der Anstellung von Flüchtlingen deutschlandweit mit Rat und Tat zur Seite. „Sie unterstützen die Firmen bei zentralen Fragen zu Ausbildung, Beschäftigung, Sprachförderung, Aufenthaltsstatus, Qualifikationsbedarf sowie zu Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten.“

Die Bundesregierung hatte das Programm „Willkommenslotsen“ im Jahr 2016 aufgelegt, um Unternehmen bei der betrieblichen Integration von Geflüchteten zu unterstützen und Flüchtlingen den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Im September 2019 wurde das Programm um vier Jahre verlängert. Am Montag trafen sich im Wirtschaftsministerium etwa 130 dieser Lotsen aus ganz Deutschland.

Regierung immer wieder in der Kritik

Hauptproblem bei der Vermittlung sind mangelnde Sprachkenntnisse sowie fehlende Qualifikationsnachweise, die in Deutschland anerkannt werden. Die Bundesregierung und die Länder stehen immer wieder in der Kritik, weil die Anerkennung ausländischer Qualifikationen zu bürokratisch ist und es nicht ausreichend Sprachkurse gibt, die auf das Arbeitsleben zugeschnitten sind.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums haben allein im Jahr 2018 mehr als 7.500 Unternehmen in Deutschland eine individuelle Beratung durch „Willkommenslotsen“ in Anspruch genommen. Insgesamt konnten mehr als 4.000 freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit ihrer Hilfe besetzt werden. Außerdem vermittelten die Lotsen mehr als 5.500 Plätze für Praktika und zur Einstiegsqualifizierung. (epd/mig)

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