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Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Moscheen und Geschäfte angegriffen

Sri Lanka blockiert nach anti-muslimischen Ausschreitungen Facebook

Nach den Osteranschlägen in Sri Lanka wurden vermehrt Muslime Opfer von Angriffen. Dutzende Menschen warfen Steine auf Moschen und Geschäfte von Muslimen. Jetzt hat die Regierung soziale Medien gesperrt.

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Zerbrochene Fensterscheibe (Symbolfoto) © iwanp. auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Nach anti-muslimischen Unruhen hat Sri Lanka erneut soziale Medien blockiert: Neben Facebook, Twitter, Instagram und Youtube seien auch Messaging-Dienste wie Whatsapp, Viber und Snapchat vorübergehend gesperrt worden, meldete die Zeitung „Colombo Daily Mirror“ am Montag. Zuvor hatte die Polizei in der Kleinstadt Chilaw bereits eine Ausgangssperre verhängt. In dem Küstenort im Westen der Insel hatte ein Mob Moscheen und Geschäfte muslimischer Besitzer angegriffen.

Seit den Osteranschlägen auf Kirchen und Hotels mit über 250 Toten, die die Terrororganisation ISIS für sich reklamierte, ist die Lage im Land weiter angespannt. Am Montag waren nach einer Pause von drei Wochen erstmals wieder Grundschulen geöffnet, doch viele Klassen blieben leer, weil die Eltern sich weigerten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hatten am Sonntag erstmals nach den Anschlägen Katholiken wieder öffentliche Gottesdienste abgehalten.

Die Unruhen in Chilaw hatten nach einem Streit über einen Beitrag auf Facebook begonnen. Die Behörden hatten einen muslimischen Geschäftsinhaber festgenommen, weil sein Online-Kommentar „Eines Tages werdet ihr weinen“ als eine Drohung verstanden worden war. Dutzende Menschen warfen Steine auf Moscheen und muslimische Geschäfte. Auch Häuser von muslimischen Einwohnern wurden angegriffen.

Verbot wegen Unruhen

Sri Lanka hatte bereits unmittelbar nach den Osteranschlägen die sozialen Medien blockiert, um Unruhen zu verhindern. Am Ostersonntag hatten neun Selbstmordattentäter fast zeitgleich Anschläge auf Kirchen und Luxus-Hotels verübt – mindestens 258 Menschen starben und um die 500 wurden verletzt. Inzwischen hat die Polizei mehr als 1.000 Menschen im Zusammenhang mit den Attentaten festgenommen.

Mehr als 70 Prozent der Einwohner der Tropeninsel sind buddhistisch, 12 Prozent sind Hindus, 10 Prozent Muslime. Christen machen gut sieben Prozent der Bevölkerung aus. (epd/mig)

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