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Bamf

Zahl der freiwilligen Rückkehrer sinkt

Die Zahl der Flüchtlinge, die freiwillig in ihre Heimat zurückkehren, ist deutlich gesunken. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erklärt den Rückgang mit der abnehmenden Zahl der Schutzsuchenden.

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) © MiG

Die Zahl der Flüchtlinge, die über ein humanitäres Förderprogramm der Bundesregierung freiwillig in ihre Heimat zurückkehren, ist in den vergangenen zwei Jahren deutlich gesunken. Von Januar bis Dezember 2018 nahmen laut vorläufigen Zahlen 15.962 Menschen das Angebot in Anspruch, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag dem „Evangelischen Pressedienst“ mitteilte. Im Vorjahr zählte die Behörde 29.522 freiwillige Rückkehrer. 2016 waren noch 54.006 Personen ohne Zwang in ihr Heimatland zurückzogen, wie es hieß.

„Die im Vergleich relativ hohe Zahl der über das Reag/Garp-Programm bewilligten freiwilligen Ausreisen des Jahres 2016 ist im Zusammenhang mit den in diesem Zeitraum historisch hohen Zugangszahlen von in Deutschland schutzsuchenden Menschen zu sehen“, erklärte ein Sprecher des Bamf. Ein Rückgang der freiwilligen Rückkehrerzahlen sei besonders für den Westbalkan festzustellen, für den auch die Zugangszahlen von in Deutschland Asylsuchenden rückläufig sei. Diese sich bereits im Jahr 2017 abzeichnende Entwicklung habe sich dann im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Bamf: Zahlen auf hohem Niveau

Insgesamt bewegten sich die Rückkehrerzahlen seit dem Jahr 2015 auf hohem Niveau, erklärte das Bamf. 2015 kehrten demnach 35.514 Menschen freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück. Im Jahr 2014 waren es 13.574.

Die Zahlen des Bundesamtes beziehen sich ausschließlich auf die von Bund und Ländern angebotenen Programme für Rückkehrer. Reag steht für „Reintegration and Emigration Programm for Asylum Seekers in Germany“ und umfasst die Übernahme von Reisekosten und Reisebeihilfen. Garp steht für „Government Assisted Repatriation Programm“. Dieses Programm unterstützt mit Starthilfen einen Neuanfang in Drittstaaten. Die Internationale Organisation für Migration organisiert und betreut über beide Förderprogramme die Ausreise. (epd/mig)

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