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Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Statistisches Bundesamt

Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen geht stark zurück

Immer weniger Menschen sind in Deutschland auf Sozialhilfe angewiesen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist insbesondere die Zahl von Empfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stark zurückgegangen.

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Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) verfassungswidrig © MiG

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die auf soziale Mindestsicherung angewiesen sind, ist gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhielten Ende 2017 rund 7,6 Millionen Menschen soziale Mindestsicherungsleistungen. Das waren 3,5 Prozent weniger als Ende 2016.

Der Anteil der Empfänger an der Bevölkerung belief sich Ende 2017 auf 9,2 Prozent. Damit ging er das zweite Jahr in Folge zurück. Am Jahresende 2016 hatten knapp 7,9 Millionen Menschen und damit 9,5 Prozent der Bevölkerung Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten.

Überdurchschnittlich ging die Anzahl der Empfänger sozialer Mindestsicherungsleistungen in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) zurück. Hier ergab sich eine Minus von 6,0 Prozent. Im früheren Bundesgebiet verringerte sich die Zahl der Empfänger um 2,6 Prozent.

Weniger Asylbewerberleistungen

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten Ende 2017 bundesweit knapp 1,1, Millionen Menschen, das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Hartz IV bezogen rund 5,9 Millionen Menschen (minus 0,7 Prozent).

Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekamen rund 468.000 Menschen. Dies entspricht einem Rückgang um 35,7 Prozent. Wie bereits im Vorjahr sei dies insbesondere auf die hohe Zahl abgeschlossener oder entschiedener Asylverfahren zurückzuführen, erklärte das Bundesamt. Die Betroffenen beziehen dann keine Asylbewerberleistungen mehr. (epd/mig)

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