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Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Vereinte Nationen

Immer mehr Menschen hungern wegen Konflikten

Klimawandel und bewaffnete Konflikte treiben die Zahl der Hunger leidenden Menschen in die Höhe. Den Vereinten Nationen zufolge verursachten allein Dürrekatastrophen in 23 Ländern Ernährungskrisen.

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Steppe in Afrika (Symbolfoto) © Jeff Attaway @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Immer mehr Menschen sind als Folge von bewaffneten Konflikten und Klimawandel von internationaler Hilfe abhängig. Die Zahl der unter Hunger leidenden und von Hunger bedrohten Menschen stieg nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) vom Mittwoch im vergangenen Jahr von 108 Millionen auf 124 Millionen.

Der Anstieg sei vor allem auf neue oder verstärkte Konflikte wie in Myanmar, Nigeria, im Kongo, Südsudan und Jemen zurückzuführen, heißt es im „Globalen Bericht über Ernährungskrisen 2018“ der in Rom ansässigen FAO. Allein in Nigeria, Somalia, im Südsudan und Jemen benötigten 32 Millionen Menschen Lebensmittellieferungen zum Überleben, fünf Millionen Menschen mehr als im Vorjahr.

Ernährungskrisen in 23 Ländern

Anhaltende Dürre trägt im südlichen und östlichen Afrika laut Bericht zu einer weiteren Verschlechterung der Lage bei. In einigen der 45 betroffenen Länder werde die Situation noch durch Cholera-Epidemien verschärft. Extreme Klimaereignisse, vor allem Dürrekatastrophen, verursachten in 23 Ländern Ernährungskrisen, die knapp 40 Millionen Menschen von dringenden Lebensmittelhilfen abhängig machten. Zwei Drittel der unter Klimaereignissen leidenden Länder liegen den Angaben zufolge in Afrika.

Die Hungerkrise im Jemen wird nach Einschätzung der FAO weiterhin die größte weltweit bleiben. Wegen des beschränkten Zugangs für Hilfsorganisationen, des Zusammenbruchs der Wirtschaft und des Ausbruchs von Epidemien werde sich die Lage in dem arabischen Land voraussichtlich weiter verschlechtern. (epd/mig)

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