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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Zum Weltfrauentag

47 Prozent der ausländischen Bevölkerung weiblich

In Deutschland leben mehr Frauen als Männer. Bei Personen ohne deutschen Pass liegt der Frauenanteil lediglich bei 47 Prozent. Das war nicht immer so, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltfrauentags mitteilt.

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Leipziger Buchmesse. Die rote Treppe in der Glashalle ist ein beliebter Treffpunkt für Messebesucher. © Leipziger Messe GmbH / Jens Schlüter

Der etwas größere Teil der Bevölkerung in Deutschland ist weiblich. 2016 waren 51 Prozent der 82,5 Millionen hier lebenden Menschen Mädchen und Frauen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag zum Weltfrauentag am 8. März mitteilte. Das waren 41,8 Millionen Personen. Das Geschlechterverhältnis hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr angeglichen. Während 1970 zum Teil kriegsbedingt 1.000 Männern noch 1.098 Frauen gegenüberstanden, waren es 2016 nur noch 1.028 Frauen.

Anders verlief die Entwicklung bei der hier lebenden ausländischen Bevölkerung. 1970 betrug der Frauenanteil insbesondere bedingt durch den Zuzug von männlichen Gastarbeitern lediglich 38 Prozent. Das Verhältnis hatte sich bis zum Jahr 2011 weitgehend ausgeglichen. Seitdem steigt allerdings die Zahl der ausländischen Frauen langsamer als die Zahl der ausländischen Männer und das Verhältnis verschiebt sich wieder zugunsten der Männer.

So waren den Angaben zufolge Ende 2016 rund 47 Prozent der rund 9,2 Millionen ausländischen Bewohner weiblich (4,3 Millionen). 2011 machten Frauen noch knapp 50 Prozent der 6,3 Millionen ausländischen Personen aus. (epd/mig)

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