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Migration und Integration in Deutschland

Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

Deutsche Qualifikationsstandards

Ärztekammer fordert Staatsexamensprüfung für ausländische Ärzte

Der Präsident der Bundesärztekammer Montgomery fordert eine intensivere Prüfung ausländischer Ärzte. Eine Nachbesserung bei der Überprüfung von Sprachkenntnissen lehnt Montgomery dagegen ab.

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Arzt © heipei auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Bundesärztekammer fordert eine intensivere Prüfung ausländischer Ärzte. „Dazu sollte man die dritte Prüfung des Staatsexamens zugrunde legen“, sagte Präsident Frank Ulrich Montgomery im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es sei nicht unbedingt das klassische Staatsexamen über sechs Jahre nötig. „Aber wir müssen schon den Kenntnisstand prüfen, über den auch ein deutscher Arzt am Ende des Studiums verfügt.“

Wichtig sei vor allem, dass alle Teilgebiete abgedeckt werden. „Das derzeitige Verfahren, bei dem es lediglich darum geht, anhand vorgelegter Diplome und gegebenenfalls auch durch Berufserfahrung eine Gleichwertigkeit mit dem deutschen Qualifikationsstandard festzustellen, reicht nicht.“

Sprachniveau C1 statt B2

Eine Nachbesserung bei der Überprüfung von Sprachkenntnissen lehnte Montgomery dagegen ab. Der Bundesärztekammer-Präsident räumte ein, dass die Prüfungen in der Vergangenheit nicht immer mit der nötigen Schärfe vorgenommen worden seien. Mittlerweile müsse in der Fachsprache aber flächendeckend ein C1- statt des niedrigeren B2-Niveaus nachgewiesen werden.

Montgomery forderte darüber hinaus, dass Krankenkassen die Dolmetscherkosten für nicht Deutsch sprechende Patienten übernehmen sollten. „Wir als Ärzte können nicht die Fehler einer nicht geleisteten Integration übernehmen.“ (epd/mig)

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