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Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Mehrheit der Deutschen

Flüchtlinge sollen sich besser integrieren

Die große Mehrheit der Deutschen ist der Ansicht, Einwanderer sollten sich besser einfügen, etwa die Hälfte hat Angst vor „fremden Menschen“. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung.

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Menschen © János Balázs @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die große Mehrheit der Deutschen sieht Zuwanderer stärker in der Pflicht, sich im Land zu integrieren. 88 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass sich Einwanderer besser in die Gesellschaft einfügen sollten, wie aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Erhebung der Marktforschungsinstitute Sinus und YouGov hervorgeht. Dafür wurden Ende November dieses Jahres 2.028 Erwachsene online befragt.

Die Bevölkerung steht der Einwanderung demnach gespalten gegenüber. Mit 55 Prozent gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, die „große Zahl fremder Menschen in Deutschland“ mache ihnen Angst. Befragte, die dieser Aussage zustimmen, hatten bei der Bundestagswahl im vergangenen September mehrheitlich die AfD (91 Prozent) gewählt, gefolgt von der FDP (60 Prozent). Unter Wählern der Grünen ist die Angst vor Zuwanderern am wenigsten verbreitet (25 Prozent). Mit 47 Prozent stimmt andererseits fast die Hälfte der Befragten der Aussage zu, dass Zuwanderer Deutschland bereichern.

Zwei Drittel befürworten Hilfe

Rund zwei Drittel der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, geholfen werden müsse und Fluchtursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden sollten (jeweils 69 Prozent). Kleiner ist hingegen der Anteil der Menschen, die bereit sind, selbst etwas für Flüchtlinge zu tun. 32 Prozent sind demnach bereit dazu, Flüchtlingen mit Spenden zu helfen. 31 Prozent können sich ein ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge vorstellen oder geben an, sich in der Vergangenheit bereits für sie engagiert zu haben.

Einem grundsätzlichen Interesse an anderen Kulturen steht die Gespaltenheit der Bevölkerung im Umgang mit Flüchtlingen jedoch nicht im Weg. Im Urlaub lernen 80 Prozent der Befragten gerne fremde Länder und Kulturen kennen, 78 Prozent essen gerne Speisen aus aller Welt.

Keine Kontrolle = Angst

„Dort, wo man selbst im Kontakt mit Menschen und Kulturen seinen Horizont erweitern kann, präsentieren sich die Deutschen als sehr aufgeschlossen. Sobald sie jedoch das Gefühl haben, keine Kontrolle mehr zu haben, machen sich Ängste breit“, kommentierte Berthold Bodo Flaig, Geschäftsführer des Sinus-Instituts, die Ergebnisse der Befragung.

Die Daten wurden von den Marktforschungsinstituten Sinus und YouGov gemeinsam erhoben und ausgewertet. Einen Auftraggeber gab es nach Angaben von Sinus nicht. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Ingo Straube sagt:

    Integrieren ist falsch, EINFÜGEN ist richtiger.
    Sie sollen ja nicht ihre fremde Seele eintauschen gegen eine neudeutsche.
    Ja, einfügen sollten sich alle Fremden, aber dazu muss man Ihnen auch Möglichkeiten geben, etwa Arbeit, Schule und ein wohnen außerhalb von Ghettos, statt sie über Monate und Jahre in Lagern rumhängen zu lassen.



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