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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Aktuelle Zahlen

Weniger Asylbewerber aus Maghreb-Staaten und höhere Schutzquote

Die Anerkennungsquoten für Asylbewerber aus Maghreb-Staaten ist auf niedrigem Niveau angestiegen. Rückläufig ist die Zahl der Asylbewerber aus diesen Staaten. Das geht aus Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hervor.

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) © MiG

Die Zahl der Asylbewerber aus den Maghreb-Staaten ist in den vergangenen Monaten gesunken, zugleich bekommen aber mehr Nordafrikaner einen Schutz in Deutschland. Von Januar bis August dieses Jahres stellten 1.662 Marokkaner einen Antrag auf Asyl, wie die aus Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hervorgeht, die der Rheinischen Post vorliegen.

Im gesamten vergangenen Jahr waren es 4.156 Antragsteller. Die Schutzquote für Asylbewerber aus Marokko stieg von 3,6 Prozent im vergangenen Jahr auf 6,25 Prozent in den ersten acht Monaten dieses Jahres.

Anerkennung zwischen 2-3 Prozent

Ähnlich entwickelten sich die Zahlen für Asylbewerber aus Algerien und Tunesien: Von Januar bis August dieses Jahres stellten 1.529 Algerier einen Antrag auf Asyl, 2016 waren es insgesamt 3.761. Einen positiven Asylbescheid erhalten den Zahlen zufolge aktuell 3,6 Prozent der algerischen Asylbewerber, 2016 waren es 2,7 Prozent. Bei den Tunesiern liegt die Anerkennungsquote derzeit bei 2,6 Prozent, 2016 waren es noch 0,8 Prozent. Von Januar bis August 2017 stellten 326 Tunesier einen Asylantrag, vergangenes Jahr waren es 974 Asylanträge.

Der Umgang mit Asylbewerbern aus Nordafrika ist umstritten. Der Bundestag hatte im Mai 2016 beschlossen, die Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Im Bundesrat scheiterte das Gesetz aber im vergangenen März am Widerstand der von den Grünen mitregierten Bundesländer. (epd/mig)

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