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Migration und Integration in Deutschland

Es wird selbstverständlich sein, dass jemand Mehmet heißt und nicht Hans – wir halten das aus.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Weltweit über elf Milliarden Menschen im Jahr 2100

Die globale Geburtenrate wird nach Prognosen der UN sinken. Dennoch steigt die Zahl der Menschen auf unserem Planeten bis zum Ende des Jahrhunderts um mehrere Milliarden. Die Bevölkerung wird vor allem in den ärmsten Ländern zunehmen.

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Menschen - Versammlung (Symbolfoto) © TheBigTouffe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Weltbevölkerung wird laut den UN bis zum Ende des Jahrhunderts stark zunehmen. 2050 wird es 9,8 Milliarden Menschen auf der Erde geben, 2100 etwa 11,2 Milliarden, wie die UN am Mittwoch (Ortszeit) in New York mitteilten. Derzeit beträgt die Weltbevölkerung 7,6 Milliarden Menschen, 1990 waren es 5,3 Milliarden. Durchschnittlich wird die Zahl der Menschen demnach über die nächsten Jahre um rund 83 Millionen jährlich zunehmen. Den entsprechenden Bericht veröffentlichte die UN-Abteilung für Wirtschaft und Soziales zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli.

Der prognostizierte Zuwachs finde vor allem in den 47 ärmsten Ländern statt. Die Bevölkerung in diesen Ländern steige von heute einer Milliarde Menschen auf 1,9 Milliarden Männer, Frauen und Kinder zur Mitte des Jahrhunderts. Dort gebären den Angaben nach Frauen im Durchschnitt 4,3 Kinder. Zum Vergleich: In Europa brachten Frauen in den Jahren 2010 bis 2015 im Durchschnitt 1,6 Kinder auf die Welt. Bei Statistikern gilt die allgemeine Regel: Frauen müssen im Durchschnitt 2,1 Kinder gebären, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten.

Insgesamt gehen die UN-Experten aber von einer fallenden durchschnittlichen globalen Geburtenrate aus. Von 2010 bis 2015 betrug die Rate 2,5 Kinder pro Frau, bis 2100 sollen es nur noch zwei Kinder pro Frau sein. Doch sieht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung die Rückgänge bei der Geburtenrate angesichts der geplanten Streichung sämtlicher Mittel für freiwillige Familienplanung durch die US-Regierung in Gefahr. Die drohende Finanzierungslücke müsse durch Deutschland und andere Geberländer geschlossen werden, fordert die Organisation.

Steigende Lebenserwartung führt zum Wachstum

Ein weiterer Faktor des weltweiten Bevölkerungswachstums sei die steigende Lebenserwartung. Die Zahl der Menschen in einem Alter über 60 Jahre werde sich von heute eine Milliarde auf 3,1 Milliarden im Jahr 2100 mehr als verdreifachen.

Indien, wo derzeit 1,3 Milliarden Einwohner lebten, wird den Berechnungen zufolge bis 2024 China als bevölkerungsreichstes Land ablösen. In China leben derzeit den Angaben nach 1,4 Milliarden Menschen. Bis 2050 soll zudem Nigeria die USA als drittgrößtes Land ablösen. Derzeit belegt Nigeria den siebten Rang auf der Liste der bevölkerungsreichsten Staaten.

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