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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Studie

Zeitarbeit ermöglicht Flüchtlingen den Jobeinstieg

Jede vierte Zeitarbeitsfirma hat im vierten Quartal 2016 Erfahrungen mit Asylbewerbern gesammelt. Das geht aus einer aktuellen Arbeitsmarktstudie hervor. Das erleichtere Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt.

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Ein Bauarbeiter © dustpuppy auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Flüchtlinge finden einer Studie zufolge am ehesten über Zeitarbeit einen Weg in den Arbeitsmarkt. Jede vierte Zeitarbeitsfirma hat im vierten Quartal 2016 bereits Erfahrungen mit Asylbewerbern gesammelt, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mit. Nach den Zeitarbeitsfirmen folgten die Bereiche Gastgewerbe sowie Erziehung und Unterricht mit jeweils knapp 16 Prozent und der Bereich Metalle und Metallerzeugung mit gut dreizehn Prozent.

Insgesamt hatten Ende des Vorjahres zehn Prozent der deutschen Betriebe (211.000) Kontakte zu Flüchtlingen, die seit 2014 nach Deutschland gekommen sind und auf der Suche nach Beschäftigung sind. Im zweiten Quartal 2016 lag dieser Anteil noch bei sechs Prozent.

Rund 13 Prozent der Zeitarbeitsbetriebe beschäftigten zu diesem Zeitpunkt bereits Flüchtlinge. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert für die Gesamtwirtschaft lag bei etwa 3,5 Prozent. 16 Prozent der Betriebe planten Ende 2016 die Einstellung von Geflüchteten, acht Prozent eine Ausbildung.

Mangelnde Sprachkenntnisse Einstellungshemmniss

„Aus betrieblicher Sicht sind unzureichende Deutschkenntnisse derzeit der Hauptgrund für Einstellungshemmnisse von Geflüchteten“, stellten die IAB-Forscher Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis und Martina Rebien fest. Zudem schätzten viele Betriebe die beruflichen Qualifikationen der geflüchteten Menschen als noch nicht ausreichend ein.

Die IAB-Studie beruht auf repräsentativen Angaben von mehr als 11.500 Betrieben, die im vierten Quartal 2016 befragt wurden. (epd/mig)

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