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Migration und Integration in Deutschland

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Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Berlin mit Abstand vorn

Noch 15.000 Flüchtlinge in Notunterkünften

Die Zahl der Flüchtlinge in Notunterkünften ist binnen eines Jahres von 70.000 auf 15.000 gesunken, 13.400 davon allein in Berlin. Das geht aus einer aktuellen Länderumfrage hervor.

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Eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin Hellersdorf © Thomas Rossi Rassloff @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Zahl der Flüchtlinge, die in Notunterkünften leben müssen, ist nach einem Spiegel-Bericht deutlich gesunken. Bundesweit sind demnach rund 15.000 Menschen in provisorischen Unterkünften einquartiert. Vor einem Jahr seien es noch knapp 70.000 gewesen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Wochenende aus einer Umfrage in allen 16 Bundesländern.

Die meisten Notunterkünfte betreibe Berlin. Dort lebten noch 13.400 Flüchtlinge in solchen Sammelunterkünften, 2.100 von ihnen nach Angaben der Behörden „prekär“, also mit eingeschränkter Privatsphäre, etwa in Hallen mit notdürftigen Trennwänden. In Nordrhein-Westfalen sind dem Spiegel zufolge 1.600 Menschen in provisorischen Unterkünften untergebracht, in Hamburg 600.

Mindestens 80.000 Menschen hätten Deutschland im vergangenen Jahr freiwillig wieder verlassen, teils mit finanzieller Hilfe der Behörden, schrieb das Nachrichtenmagazin. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da die Bundesländer die Ausreisen nicht lückenlos erfassten. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Müllerin sagt:

    Irgendwie scheinen mir die Zahlen nicht zu stimmen. Wenn noch bundesweit 15.000 Personen in Notunterkünften leben und davon alleine 13.500 in Berlin, dann betrüge der Rest 1500 Personen bundesweit in Sammelunterkünften. Alleine in meiner Stadt (NRW) sind es noch 11 Notunterkünfte, die mit etwa 1400 Personen belegt sind. Die Rechnung geht also nicht wirklich auf.



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