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Migration und Integration in Deutschland

[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

Nordrhein-Westfalen

Erstes jüdisches Gymnasium eröffnet

Das erste jüdische Gymnasium in Nordrhein-Westfalen hat mit 35 Schülern den Betrieb aufgenommen. Es richtet sich auch an Schüler anderer Glaubensrichtungen. Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf hat etwa 7.000 Mitglieder.

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Schule © dierk schaefer auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

In Düsseldorf hat am Mittwoch das erste jüdische Gymnasium in Nordrhein-Westfalen den Unterricht aufgenommen. „Diese Eröffnung ist von historischer Bedeutung für NRW“, sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). „Jüdisches Leben findet heute in der Mitte unserer Gesellschaft statt.“ Nach dem Berliner Moses-Mendelssohn-Gymnasium ist die Schule in Düsseldorf das zweite jüdische Gymnasium in Deutschland.

Schulträger des „Albert-Einstein-Gymnasiums“ ist die Jüdische Gemeinde Düsseldorf. Die Schule startet zunächst mit zwei Klassen und 35 Schülern den Betrieb in den Übergangsräumen im Stadtteil Rath. Sie richtet sich nicht nur an Schüler jüdischen Glaubens, sondern steht auch Kindern anderer Glaubensrichtungen offen. „Damit ist sie sowohl Ort des Lernens als auch Stätte der Begegnung und des Miteinanders“, betonte Löhrmann.

Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf hat etwa 7.000 Mitglieder und ist die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Bislang unterhält sie als Bildungseinrichtungen schon eine Kindertagesstätte, eine Grundschule und eine Religionsschule. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen leben Schätzungen zufolge etwa 1,5 Millionen Muslime, jeder achte Schüler ist muslimisch. (epd/mig)

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