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Migration und Integration in Deutschland

Wenn mir etwas Sorge macht, dann nicht Sarrazins Buch, das ich für das absurde Ergebnis eines Hobby-Darwins halte. Viel mehr Sorge macht mir, dass dieser Rückgriff auf die Eugenik in unserem Land gar nicht mehr auffällt, ja mehr noch: als »notwendiger Tabubruch« frenetisch gefeiert wird.

Sigmar Gabriel (SPD-Chef), Die Zeit, 16.09.2010

Arbeitsmarktintegration

Kabinett billigt 80-Cent-Job-Programm für Flüchtlinge

Flüchtlinge dürfen in Zukunft froh sein, wenn sie den deutschen Arbeitsalltag kennenlernen dürfen und für ihre Arbeitskraft auch noch bezahlt werden – mit 80 Cents pro Stunde. SPD-Arbeitsministerin Nahles hält das für wichtig.

Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Anfang August kann ein neues Arbeitsmarktprogramm für Flüchtlinge starten. Das Bundeskabinett machte Mitte vergangener Woche in Berlin den Weg für 100.000 Arbeitsgelegenheiten frei, die der Bund in den kommenden drei Jahren mit einer Milliarde Euro fördert.

Die sogenannten „Ein-Euro-Jobs“ sind gedacht für Asylbewerber ab 18 Jahre, die nicht mit einer schnellen Entscheidung über ihren Asylantrag rechnen können. Ausgeschlossen sind Zuwanderer aus sicheren Herkunftsländern. Anders als Einheimische erhalten die Flüchtlinge nicht 1,05 Euro, sondern nur 80 Cent pro Stunde.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, es sei wichtig, das Geflüchtete den deutschen Arbeitsalltag möglichst früh kennenlernen. Die Stellen sind in der Regel bei den Städten und Gemeinden, bei freien Trägern wie Wohlfahrtsverbänden und bei Vereinen angesiedelt. (epd/mig)

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