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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Nordrhein-Westfalen

Große Fortschritte bei Integration

Migranten machen große Integrationsfortschritte. Sie erzielen höhere Bildungsabschlüsse und sind besser in den Arbeitsmarkt integriert als vor zwei Jahren. Das geht aus dem ersten Teilhabe- und Integrationsbericht des Sozialministeriums hervor.

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Nordrhein-Westfalen © MiG

Bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen sieht die Landesregierung „große Fortschritte“ in den vergangenen zehn Jahren. Sie hätten heute „höhere schulische und berufliche Bildungsabschlüsse, sind seltener erwerbslos und besser in den Arbeitsmarkt integriert“, heißt es im ersten Teilhabe- und Integrationsbericht des Sozialministeriums, der am Mittwoch im Integrationsausschuss des Landtags in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Insgesamt haben den Angaben zufolge knapp 4,3 Millionen Menschen im Bundesland einen Migrationshintergrund, das ist fast ein Viertel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung. Ihre Erwerbstätigenquote liegt laut Bericht bei 61,7 Prozent und damit knapp zehn Prozent unter der der einheimischen Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote lag 2014 bei 22,2 Prozent und damit fast dreimal so hoch wie die von Arbeitnehmern ohne Zuwanderungsgeschichte.

Fast jeder dritte Migrant hat die Schule mit dem Abitur oder der Fachhochschulreife abgeschlossen. Ein Achtel hat allerdings überhaupt keinen allgemeinbildenden Abschluss. Dabei holt die zweite Generation laut Teilhabe- und Integrationsbericht deutlich auf. Unter ihnen verfügten bereits 41,3 Prozent über die Hochschulreife, heißt es. Neuzuwanderer der vergangenen zehn Jahre sind laut Bericht sogar „überdurchschnittlich gut qualifiziert“.

Nachholbedarf sieht das Ministerium noch im Bereich der Kindertageseinrichtungen. Während 96,6 Prozent der drei- bis sechsjährigen Kinder aus deutschstämmigen Familien einen Kindergarten besuchten, lag der Anteil bei Zuwandererfamilien nur bei 84,3 Prozent. Beim Schulbesuch gibt es laut Bericht nach wie vor einen „deutlichen Rückstand beim Besuch des Gymnasiums“.

Positiv hebt das mehrere hundert Seiten starke Papier die Einführung des islamischen Religionsunterrichtes 2012 hervor. Daran nähmen inzwischen 99 Grund- und 77 weiterführende Schulen mit insgesamt 13.700 Schülerinnen und Schülern teil. Die ersten theologisch ausgebildeten Lehrkräfte für den islamischen Unterricht sollen im Schuljahr 2018/2019 in den Schuldienst aufgenommen werden. Laut Bericht leben aktuell rund 1,5 Millionen Muslime in Nordrhein-Westfalen. (epd/mig)

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