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Deutsches Studentenwerk

Wohnungs- und Geldnot bei ausländischen Studenten

Deutschland ist inzwischen zu einem Magnet für internationale Studierende geworden. Die Zahl ausländischer Studenten bricht alle Rekorde. In Deutschland angekommen, haben ausländische Studenten aber viele Hürden zu überwinden, wie das Deutsche Studentenwerk berichtet.

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Studenten auf dem Campus © Max Braun auf flickr.com (CC 2.0)

Ausländische Studierende finden in Deutschland schwerer eine Wohnung und verfügen über weniger Geld als ihre deutschen Kommilitonen. Darauf hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Mittwoch in Berlin hingewiesen. „Es ist wichtig, die soziale und wirtschaftliche Lage der ausländischen Studierenden in Deutschland zu kennen“, sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Der Dachverband reagierte damit auf neue Daten über ausländische Studierende in Deutschland.

85 Prozent der ausländischen Studenten kämen nicht mit einem Austauschprogramm nach Deutschland und erhielten somit keine finanzielle Unterstützung. 37 Prozent von ihnen lebten in Wohnheimen und beanspruchten 66.000 von insgesamt 188.000 Plätzen des Studentenwerks. Im Durchschnitt müssten sie mit 749 Euro auskommen, also 115 Euro weniger als deutsche Studenten. Zur finanziellen Bewältigung des Alltags brauche mindestens jeder zweite Zugezogene einen Nebenjob.

Derzeit leben nach Angaben der Studie rund 301.000 ausländische Studierende in Deutschland. Ziel von Bund und Ländern sei es, die Zahl bis zum Jahr 2020 auf 350.000 zu erhöhen. Meyer auf der Heyde rief daher Bund und Länder dazu auf, auch für die ausländischen Studierenden zusätzlichen, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. (epd/mig)

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2 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Biowienerin sagt:

    „Wohnungs- und Geldnot bei ausländischen Studenten“

    Leute, das gehört doch heute dazu. Wo lebt Ihr denn bei Migazin?

  2. posteo.de sagt:

    Nur jeder 2. jobbt? Zu meiner Zeit hatte jeder mir bekannte Kommilitone einen Job. Ausländische Studenten können sie sich z.B. in den Dolmetscherservice der Kliniken und Behörden aufnehmen lassen. Da sie zeitlich recht flexibel sind, haben sie sehr gute Chancen.



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