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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Statistik

Zahl der Asylanträge erneut gesunken

Im Mai wurden knapp 26.000 Asylanträge gestellt. Damit ist die Zahl der Eingänge in Folge gesunken. In den ersten fünf Monaten des Jahres haben rund 142.000 Personen Asyl in Deutschland beantragt.

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Asyl © Tjook @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Im Mai ist die Zahl der Asylanträge erneut gesunken. Nach der am Dienstag vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Statistik gingen insgesamt 25.992 Asylanträge ein, darunter waren 23.758 Erstanträge. Im April lag die Zahl der Eingänge bei 27.178 Anträgen.

Die meisten Asylanträge wurden im Mai von Syrern gestellt (5.100). An zweiter Stelle folgten Anträge von Anwärtern aus Albanien (4.922). Von Serben wurden 1.990 Anträge gestellt. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 10.732 Anträge von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten eingereicht. Dies entspricht rund 41 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.

Hauptherkunftsländer: Kosovo, Syrien, Albanien
In den ersten fünf Monaten des Jahres haben insgesamt 141.905 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Die Zahl der Erstanträge lag bei 125.972 und stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 129,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Albanien. Die Zahl der Asylfolgeanträge (15.933) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 108,4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren dabei Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied im Mai über Anträge von 16.784 Personen. 5.687 Antragsteller wurden als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt. Bei 131 Personen sprach die Behörde ein Abschiebungsverbot aus. Rund 6.350 Anträge wurden abgelehnt. (epd/mig)

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