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[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Asylpolitik

FDP fordert Aufenthaltstitel für qualifizierte Asylbewerber

Bevor der Asylantrag geprüft wird, soll Deutschland gucken: „Was kann dieser Mensch eigentlich?“ Das fordert FDP-Europapolitiker Lambsdorff. Und wenn jemand eine Qualifikation mitbringe, solle er gleich einen Aufenthaltstitel bekommen.

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Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff (FDP)

Gut ausgebildete Asylbewerber sollten nach Ansicht des Europapolitikers Alexander Graf Lambsdorff (FDP) unabhängig vom Asylverfahren die Chance auf einen Aufenthaltstitel erhalten. „Bevor man in die formale Prüfung des Asyls eintritt, sollte man fragen: Was kann dieser Mensch eigentlich?“ sagte der Vizepräsident des Europaparlaments der Westdeutschen Zeitung. Wenn jemand eine besondere berufliche Qualifikation mitbringe, sollte er unabhängig vom Asylverfahren eine Aufenthaltserlaubnis beantragen können.

Damit sei allen geholfen, betonte Lambsdorff. Der Flüchtling müsse sich nicht an das sechsmonatige Arbeitsverbot halten, die Behörden müssten weniger Asylverfahren bearbeiten und Unternehmen bekämen qualifizierte Arbeitskräfte.

Mit Blick auf die jüngsten Flüchtlingstragödien im Mittelmeer mit Hunderten Toten warf Lambsdorff der Bundesregierung Versagen vor. „Auch nach der jüngsten Katastrophe sehen wir ein Hin und Her nicht abgestimmter Maßnahmen“, sagte er. Dabei habe die Bundesrepublik innerhalb der EU eine Verantwortung: „Nur wenn Deutschland gute Politik macht, können wir in Europa bei diesem Thema wirklich weiter kommen“, sagte der EU-Abgeordnete. (epd/mig)

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